Die Meister
Name Herkunft Text   Tätigkeit von   bis
P. Jodocus Metzler OSB (1574–1639) Andelsbuch Vorarlberg ok   Liebhaberarchitekt 1626   1629
Pietro Andreota, auch Anderes (16. / 17. Jh.) Roveredo Misox     Baumeister 1626   1629
Alberto Barbieri (um 1580/90–um 1645/55) Roveredo Misox ok   Baumeister-Architekt 1641   1642
P. Gabriel Bucelinus OSB (1599–1681} Diessenhofen Wikipedia   Maler-Architekt 1641   1641
Hans Schenck (um 1580/90–um 1645) Mindelheim     Bildhauer 1642   1743
Daniel Glattburger (um 1630–um 1710) ? Rotmonten St. Gallen ok   Baumeister 1678   1680
Christoph Daniel Schenck (1633–1691) Konstanz     Bildhauer 1679   1680
Johann Michael Grass (1746–1809) Bürserberg Vorarlberg     Orgelbauer 1777   1779
Johann Wirthensohn (1749–1818) Egg Vorarlberg     Kunstschreiner 1778   1779

Neu St. Johann

Ehemaliges Benediktinerpriorat und Kirche St. Johannes Baptist und Evangelist.

Eine Klosterverlegung im Toggenburg
St. Johann im Toggenburg wird 1152 in einer Papsturkunde zum ersten Mal erwähnt. Im obersten Thurtal auf  890 Meter Höhe gelegen, ist die Benediktinerabtei die jüngste und letzte Gründung im Gebiet der heutigen Schweiz. Ihre Eigengüter liegen verstreut, grössere Besitzungen in Vorarlberg verwaltet das Kloster im Sankt Johanner Amtshaus in Feldkirch. 1468 kauft die Abtei St. Gallen das Toggenburg und wird damit Landesherr auch von St. Johann. Die Toggenburger sind aber keine einfachen Untertanen: 1523 treten sie zum reformierten Glauben über und erklären sich 1530 unabhängig, müssen aber 1538 wieder unter die Herrschaft des Fürstabtes zurückkehren. Immerhin erreichen sie die Duldung ihres reformierten Glaubens. St. Johann leidet in diesen Auseinandersetzungen schwer, das Kloster wird geplündert, der Abt kehrt erst 1533 wieder zurück, aber nur noch vier Konventualen sind verblieben. 1555 wird die Abtei St. Johann aufgelöst und als Priorat in die Abtei St. Gallen inkorporiert. Anfang des 17. Jahrhunderts  sucht eine unbekannte Krankheit mit Anzeichen einer Vergiftung die Mönche heim, sie wird entsprechend dem Ort «johannitische Krankheit» (morbus johanniticus) genannt. Heute kennen wir die Ursache der Vergiftungserscheinungen: Das im Kloster verwendete Zinngeschirr hat einen zu hohen und zudem leicht löslichen Bleigehalt. Die Mönche schreiben die Krankheit aber der ungesunden Lage zu und ziehen in Häuser ausserhalb des Klosters. Das verlassene Kloster brennt 1626 zu allem Unglück  noch nieder. Jetzt fällt der St. Galler Fürstabt Bernhard Müller den Entscheid für eine Verlegung des Klosters flussabwärts, in eine tiefer gelegene Talstufe bei Nesslau. Hygienische Gründe mögen bei diesem Entschluss mitgespielt haben, entscheidend ist aber die gegenreformatorische Geste eines katholischen Bollwerkes inmitten der reformierten und feindlich gesinnten Bevölkerung, deren Führer noch 1621 den Hofammann des Klosters, Johann Ledergerw, gemeinsam ermorden. Die Mörder werden trotzt 80 Mitwissenden erst acht Jahre später gefasst.

Neu St. Johann
Der Neubau wird Neu St. Johann genannt. Der Misoxer Baumeister Pietro Andreota[1] baut die Konventgebäude nach Vorgaben des St. Galler Konventualen Pater Jodokus Metzler.[2] Am 8. September 1626 wird der Grundstein gelegt. Andreota baut gleichzeitig das brandzerstörte Altkloster, jetzt Alt St. Johann genannt, wieder auf. Mit ihm wird 1627 abgerechnet, er erhält 2537 Gulden. Anfang 1629 werden die Gebäude in Neu St. Johann wegen einer ausgebrochenen Pestepidemie[3] vorzeitig bezogen. Pest und die gleichzeitige grausame Bestrafung der Mörder von Ledergerw setzen die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Sie sieht grollend die Mauern dieses Wahrzeichens stifts-sanktgallerischer Macht in die Höhe wachsen, kann aber den Bau nicht verhindern. Zu diesem Zeitpunkt ist die Kirche noch nicht über die Fundamente herausgekommen. Ihr Bau bleibt von 1629–1641 unterbrochen. Der Dreissigjährige Krieg macht sich auch hier bemerkbar, wenn auch nur am Rande und mit unerwarteten Schwierigkeiten: Eisen, notwendig für die Fenster oder für die Nägel, wird erst 1641 wieder erschwinglich. Für die Gottesdienste dient vorübergehend die Karlskapelle im Osttrakt. Der Klosterneubau hat bis zu diesem Zeitpunkt die enorme Summe von 66 934 Gulden gekostet. Die Anlage ist für die Klostergemeinschaft von durchschnittlich 12 Mönchen zu gross, beherbergt aber auch eine Klosterschule, die im 18. Jahrhundert einen guten Ruf hat und von Studenten der ganzen Eidgenossenschaft besucht wird.[4]
Die neuen Konventbauten sind dreiflügelig um einen Innenhof angeordnet. Eckrisalitbauten mit Kreuzgiebel betonen die zweigeschossige Anlage.[5] Sie bleibt noch der Renaissance verhaftet, mit Erkern und Fensterverdachungen (Klebdächer) der Eckrisalite. Die Vorbilder dieser frühen nachreformatorischen Klosteranlage müssen im deutschen Schlossbau (Eckrisalite) und in den Anlagen der Jesuiten des 16. Jahrhunderts gesucht werden. Die Klebdächer sind eine Reverenz an das herrschaftliche Toggenburgerhaus[6] des 17. Jahrhunderts. Sie fehlen heute. Vom ursprünglichen Aussehen können wir uns kein Bild mehr machen. Die Gebäude werden im 19. und 20. Jahrhundert mit Aufstockungen[7] und Purifizierungen völlig verändert. Nicht nur Klebdächer, auch Erker und Ecktürme verschwinden. Im Innern sind sieben Prunköfen aus Winterthurer Werkstatt, wie vieles andere, heute nicht mehr vorhanden. Innen vermögen die Bibliothek (im 1. Obergeschoss entlang der Kirche) und die Äbtestube («Fürstensaal») im Nordwestflügel noch eine Ahnung vom ursprünglichen Ausbau zu geben. Ursprünglich erhalten ist auch die Karlskapelle im Erdgeschoss des Südflügels. Ihr flaches Tonnengewölbe mit Stichkappen zeigt in der Gratbetonung und in der feinen Rankenmalerei noch keineswegs die frühbarocke Haltung, wie man sie 1630 erwarten könnte.

Der Kirchenneubau von 1641–1680
Nach 12-jährigem Unterbruch wird an der Kirche weitergebaut. Pater Jodokus Metzler ist inzwischen verstorben und Baumeister Pietro Andreota ist nicht mehr tätig. Der St. Galler Fürstabt Pius Reher, der seit 1630 regiert, verdingt 1641 den Misoxer Baumeister Alberto (Albert, Albrecht) Barbieri für den Bau. Alberto hat vorher ausschliesslich mit seinem in Eichstätt ansässigen Bruder Martin (1583–1633) gearbeitet, der 1628 beim Chor-Neubau des Klosters Weissenau zum letzten Mal im Bodenseegebiet tätig ist. Dessen Söhne Giulio, Domenico und Pietro sind später ebenfalls bekannte Baumeister und zum Zeitpunkt der Kirchenfertigstellung wahrscheinlich im Trupp des Onkels Alberto tätig. Im Verding wird Alberto Barbieri für die Übernahme der bereits begonnenen «Fundamente», die zum Kloster immerhin schon zwei Stockwerke hoch sind, verpflichtet. Er baut eine Freipfeilerhalle in «welscher Manier», das heisst, er führt einen Kirchentypus der deutschen Gotik auf italienische Art aus: Stuckverkleidete Pfeiler mit dorisch-toskanischen Kapitellen, eine «klassische» Symmetrie im Grundriss und Schnitt, eine flache Stichkappentonne und stichbogige Kirchenfenster, aussen mit den «collarini» weiss gefasst. Im neuen Westchor der Stiftskirche St. Gallen, der 1628 geweihten Otmarskirche des Baumeisters Pietro Andreota ist dieser Typus bereits vorgegeben, allerdings mit Säulen anstelle der Pfeiler. Als Bauberater und Mitplaner am Kirchenneubau ist 1641 auch Pater Gabriel Bucelin aus Weingarten in Neu St. Johann anwesend, der in seinem Tagebuch schreibt, dass er längere Zeit mit dem Architekten verbracht habe.
Die Kirche ist 1642 eingedeckt und die Fenster sind eingesetzt. 1643 kann der grosse Hochaltar, eine frühbarocke Arbeit von Klosterbrüdern aus Salem (Bildhauer Leonhard Willimann, Maler Georg Buchli und Schreiner Desiderius Nusboum), aufgestellt werden. Danach ist der Bau wieder für 35 Jahre unterbrochen. 1678 wird das Tuffsteingewölbe eingebaut und stuckiert, nicht mehr von Giulio Barbieri, der sich wahrscheinlich in seiner Heimat aufhält,[8] sondern von  Daniel Glattburger aus Rotmonten bei St. Gallen. Dieser hat 1666 bis 1668 mit Barbieri den Hofflügel der Abtei St. Gallen erstellt und ist seither bevorzugter Baumeister des Fürstabtes. Bis 1680 ist auch ein Grossteil der Ausstattung erstellt. Die Einweihung findet am 17. Mai 1680 statt. Das Chorgitter, Werk eines St. Galler Schlossers, ist trotz seines gotischen Aussehens erst 1684 entstanden.
Eine besondere Kostbarkeit ist der Rokoko-Orgelprospekt mit Rückpositiv auf der Orgelempore. Er ist 1779 vom Vorarlberger Bildhauer und Altarbauer Johann Wirthensohn (1749–1818), der in Frauenfeld eingebürgert ist, erstellt worden. Das Orgelwerk des Orgelbauers Johann Michael Grass (1746–1809) mit 29 Registern ist nur noch teilweise erhalten. Das heute 40 Register umfassende Werk ist 1988 unter Verwendung des Originalmaterials von 1779 neu erbaut worden.
Die Klosterkirche von Neu St. Johann ist, als einige der wenigen Kirchen des Übergangs zum Barock im süddeutschen Bereich, nicht einer späteren Modernisierung im 18. Jahrhundert zum Opfer gefallen. Sie zeigt eine einmalige und überzeugende Leistung von Misoxer Baumeistern und ihres Umfeldes während des Dreissigjährigen Krieges und ist als Umsetzung einer spätgotischen Halle in Frühbarockformen nicht ohne Vorbildcharakter. Bereits 1660 baut Giulio Barbieri und seine Brüder eine gleiche Freipfeilerhalle in Isny.

19. und 20. Jahrhundert
Mit der Säkularisation der Fürstabtei St. Gallen wird 1805 auch das Priorat Neu St. Johann aufgehoben. Das bauliche Schicksal der Anlage nimmt jetzt einen geteilten Verlauf: Die Kirche mit dem angebauten Nordostflügel (Bibliothek) und der Südostflügel (mit Sakristei und Karlskapelle) gehen ins Eigentum einer neu gegründeten Grosspfarrei über. Die Klosterkirche wird Pfarrkirche. Dank eines Gutachtens[9] des leider jung verstorbenen Architekten Johann Georg Müller (1822–1849) verschont man sie im 19. Jahrhundert vor Umbauten. Sie wird innen 1985 restauriert. Aussen erfolgt 2004 eine Fassadensanierung, die aber weder den ursprünglichen Naturputz noch die «Weisse Architekturmalerei» der Misoxer originalgetreu wieder herstellen kann.[10]
Der Südwest- und Nordwestflügel werden an Industrielle verkauft. 1896 kaufen die Pfarrherren Johann Künzle (der Kräuterpfarrer) und ein Einheimischer die heruntergekommenen Gebäude. 1902 übernimmt der «Verein der Anstalt St. Johann» die beiden ehemaligen Klostertrakte. Im gleichen Jahr eröffnete der Verein in den Räumlichkeiten die «Privatanstalt Johanneum für bildungsfähige schwachsinnige Kinder». Verein und «Privatanstalt» existieren noch heute, letztere als bekannte Sozialinstitution unter dem Namen Johanneum.

Pius Bieri 2008

 

Benutzte Einzeldarstellungen:
Von Arx, Ildefons: Geschichten des Kantons St. Gallen, Dritter Band, St. Gallen 1813.
Vogler, Werner (Hrsg.): Das Kloster St. Johann im Thurtal, Ausstellungskatalog, St. Gallen 1985.
Bucher Konrad: Die grosse Orgel von Neu St. Johann, Bazenheid (ohne Jahr).
Kirchgraber, Jost: Das Toggenburger Haus und seine Kultur, St. Gallen 1990.
Anderes, Bernhard: Kloster Neu St. Johann, Kunstführer GSK, Bern 1988.

Links:
http://www.spaeth.ch/Orgeln/Rekonstruktion/Neu.html

Anmerkungen:

[1] Aus Roveredo. Möglicherweise ist er nicht mehr zurückgekehrt. Er wird bereits in St. Gallen, wo er 1623–1626 den Neubau der Otmarskirche (Westteil der Stiftskirche, für den Barockbau von 1755 wieder abgebrochen) erstellt, als «Peter Anderes Maurer auss dem Obern grawen Pundt im Masawxertal zue Rofle» bezeichnet. Das Geschlecht Anderes ist seit 1655 in Tablat SG nachgewiesen.

[2] Jodokus oder Jost Metzler von Andelsbuch im Bregenzerwald legt 1593 die Klostergelübde ab und studiert in Dillingen und Rom, wo er 1603 doktoriert. Er stirbt 1639 in Wil als Statthalter der Abtei St. Gallen.

[3] In der Regel fliehen die Mönche beim Ausbruch einer Epidemie in andere Klöster und entlassen die Studenten nach Hause.

[4] Lateinschule der Humanwissenschaften, ab 1635 mit Volks- und Bauernschule.

[5] Die Zeichnung des Südwestflügels von Pater Gregor Schnyder 1696 zeigt einen hohen Sockel mit zwei Geschossen. Die aquarellierte Kopie der Zeichnung von 1790 macht daraus eine Dreigeschossigkeit. Richtig ist hingegen auf allen Darstellungen, dass die Dachtraufen durchgehend auf der Höhe der vorstehenden Kehltraufen der zweigeschossigen Eckrisalite liegen, was Zweigeschossigkeit auch der Zwischentrakte bedeutet.

[6] Zum Toggenburger Klebdach ausführlich in Kirchgraber: Das Toggenburger Haus und sein Kultur.

[7] Die vermeintliche Dreigeschossigkeit der Zwischentrakte durch durchgehende Dachausbauten stammt aus einer Umbauphase des 19. Jahrhunderts.

[8] Er stirbt 1681 in Roveredo (Quelle: Cesare Santi in: Historisches Lexikon der Schweiz).

[9] «Die kath. Pfarrkirche in Neu St. Johann nimmt unter den architektonisch wichtigen, kirchlichen Baudenkmälern der Schweiz eine der ersten Stellen ein. Sie ist im vollen Sinne des Wortes ein Monument. Unter den Kirchen des Kantons St. Gallen, an Schönheit des innerlichen Styles von keiner übertroffen! Dieses ist meine vollkommene Überzeugung, denn der Grundplan der Stiftskirche von St. Gallen besitzt keineswegs diese künstlerische Einheit, welcher die Pfarrkirche in Neu St. Johann ihren Wert zu verdanken hat.»

[10] 1967 wird auf einen bestehenden Putz ein neuer Kunststoff-Deckputz appliziert. Wegen grossflächiger Putzablösungen muss die Fassade 2004 saniert werden. Gemäss den Informationen der Architekten in «Applica» 9/2007 kommt dabei Zement-Kalk-Fertigputz zur Verwendung, der dann mit Dispersionsfarbe («Organo-Silikat») gestrichen wird. Was wir also heute sehen, hat mit der «Weissen Architekturmalerei» der Misoxer, die nur Naturputz und weisse Kalk-Einfassungen mir Ritzungen in Sgrafitto-Manier kennen, nichts mehr zu tun. Schade!

 

 

 

 

  Ehemaliges Benediktinerpriorat Neu St. Johann im Toggenburg  
  Neu-St-Johann1  
Ort, Land (heute) Herrschaft (18. Jh.)
Neu St. Johann
St. Gallen CH
Fürstabtei St. Gallen
Bistum (18.Jh.) Baubeginn
Konstanz 1626
Bauherr und Bauträger

link Abt OSB Bernhard Müller (reg. 1594–1630)
link Abt OSB Pius Reher (reg. 1630–1654)
link Abt Gallus Alt (reg. 1654–1687)

 
  Sehr bescheiden wirkt der frühe Klosterneubau mit dreigeschossigen Eckbauten und ursprünglich nur zweigeschossigen Flügeln neben der mächtigen Kirche.   pdf  
   
Neu-St-Johann1696
Nach einer Zeichnung von 1696 ist dieses Aquarell entstanden. > Erläuterungen.  
   
Neu-St-Johann-GrRiss
Die Gebäude des ehemaligen Klosters werden im 19. und 20. Jh. radikal umgebaut. Nur die Klosterkirche und einzelne Räume (im EG: Sakristeien, Karlskapelle, im OG: Bibliothek, Äbtestube) bleiben verschont. Der Grundriss des Erdgeschosses rekonstruiert den möglichen Zustand zur Klosterzeit. Für Legende bitte vergrössern!  
Neu-St-Johann-4
Einer der wenigen erhaltenen Räume aus der ersten Bauetappe 1626–1629 ist die karlskapelle. Der Raum ist in der Architektur noch der Renaissance verpflichtet. Der spötbarocke Altar enthält ein Bild von 1630 des 1610 heiliggesprochenen Karl Borromäus.  
Neu-St-Johann-2
Die dreischiffige Pfeilerhalle der Klosterkirche wird 1641–1643 gebaut, aber erst 1678 eingewölbt. Sie ist ein überrachend hoher und klar stukturierter Raum. Die Kanzel, das Chorgestühl und alle Seitenaltäre werden 1680 geschaffen, während der Hochaltar ein frühbarockes Werk von 1643 ist.  
Neu-St-Johann-3
Der frühbarocke Hochaltar, 1642-1643 durch drei Konversen aus Salem und der Konstanzer Bildhauerwerkstatt Schenck geschaffen, ist ein frühes Beispiel des sogenannten Knorpelstils.  
Neu-St-Johann-5
Ein Blick in die Geweölbezone über der Westempore (Orgel 1779) zeigt die klare geometrische Struktur der 1678 eingebauten Gewölbe.  
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1779 erstellt der Vorarlberger Bildhauer und Altarbauer Johann Wirthensohn den Rokoko-Orgelprospekt mit Rückpostiv und Emporenbrüstung. Das Orgelwerk des Orgelbauers Johann Michael Grass mit 29 Registern ist im Nebau von 1988 (Späth, Rapperswil, 40 Regsiter) noch teilweise vorhanden  
Neu-St-Johann-7
Das Rückpositiv der Orgel ist mit einem durchbrochenen Strahlengebilde mit Herz Jesu und Krone überhöht und hat für den Organisten eine Guckloch-Ausssparung zur Sicht auf den Altar.