Lustheim
SchlossSchleissheim

Die Meister der Schlossanlage Lustheim
Name Herkunft Text   Tätigkeit von   bis
Enrico Zuccalli (um 1642–1724) Roveredo, Misox CH ZuccalliE   Hofbaumeister-Architekt 1684   1719
Philipp Zwerger (um 1655–1702) München D     Hofmaurermeister 1684   1687
Nicolò Perti (1656–1718) Rovenna I PertiNicolo   Stuckateur 1685   1686
Johann Anton Gumpp (1654–1719) Innsbruck A     Hofmaler, Freskant 1686   1703
Antonio Maria Bernardi (ca.1650–n.1723) Bologna (?) I     Maler, Quadraturist 1686   1687
Francesco Rosa (ca.1635–n.1710) Genua I     Maler, Freskant 1686   1687
Giovanni Andrea Trubillio (†1721) Oberitalien I     Hofmaler, Freskant 1686   1704
Giovanni Battista II Brenni (1649–1712) Salorino , Tessin CH BrenniII   Stuckateur 1687   1687
Caspar Gottfried Stuber (1650–1724) Weissenhorn D     Hofmaler, Freskant 1689   1690
Francesco Marazzi (1670–1724) Mendrisio, Tessin CH Marazzi   Stuckateur 1701   1719
Johann Matthäo (Lebensdaten unbekannt) Lucca( ?) I     Bildhauer 1701   1719

1.  Die Schlossanlage Lustheim

Ein Jagdschlösschen als Gegenpol zum Schloss Schleissheim

Das von Maximilian I. von Bayern noch vor dem Dreissigjährigen Krieg fertiggestellte Schloss Schleissheim[1] ist bevorzugtes Rückzugsort seines Sohnes, des bayrischen Kurfürsten Ferdinand Maria von Bayern. 1679 stirbt der Kurfürst in Schleissheim. 1680 übernimmt der 18-jährige Max II. Emanuel von Bayern[2] die Regierungsgeschäfte. Weniger zurückhaltend und in jeder Beziehung verschwenderischer als sein Vater, beginnt er vorerst mit der Umgestaltung der Stadtresidenz, wendet sich aber schnell dem auch von ihm bevorzugten Schleissheim zu. Als gefeierter Feldherr kehrt er 1683 aus der Ersatzschlacht um Wien gegen die Türken zurück und beginnt sogleich mit Neuplanungen der Gartenanlage östlich des von Grossvater Maximilian I. gebauten Schleissheimer Schlosses. Als Planer zieht er den Hofbaumeister Enrico Zuccalli bei.[3]
Zuccallis erster Gartenplan zu Schleissheim ist nicht erhalten. Die Prämissen seines späteren Barockgartens sind aber bereits enthalten. So ist das Achsennetz, ausgehend vom Treppenportikus des Schleissheimer Renaissanceschlosses, definiert. In 1222 Meter Distanz,[4] am Ende einer schon 1679 gebauten Allee und an der Stelle der alten Renatusklause, plant Zuccalli das neue Jagdschlösschen für Kurfürst Max II. Emanuel. Es ersetzt die dortige Renatusklause seines Urgrossvaters. Das Schlösschen soll der Abhaltung von Gartenfesten nach der Jagd und für kurzeitige Aufenthalte dienen. Zucalli plant es als Zentrum einer kreisrunden Gartenanlage von 255 Meter Durchmesser, die mit doppeltem Wassergraben begrenzt werden soll.

Die Gesamtanlage von Lustheim


Mit dem Bau des zentralen Gebäudes wird 1684 begonnen. Steine der beiden Seitenpavillons der Nymphenburger Schlossanlage, an deren Weiterbau der Kurfürst Max II. Emanuel vorläufig kein Interesse hat, werden zur Baustelle gekarrt. Giovanni Antonio Viscardi leitet bis zu seiner Entzweiung mit Zuccalli den Neubau, 1685 ist Philipp Zwerger[5] Bauleiter. 1688 sind der Innenausbau und die Freskierung abgeschlossen.
Mit je 124 Meter Distanz, also bereits jenseits des geplanten ersten Kanalrings, baut Zucalli zwei flankierende Pavillons. 1686–1688 entsteht der südliche Pavillon mit der Renatuskapelle und einer Wohnung für vier Eremiten. 1689 wird auch der nördliche Pavillon mit dem «Schönen Stall» fertig. Das Kanalsystem mit Wasser ab der Würm ist ebenfalls seit 1687 im Bau, 1689 wird auch der Schleissheimer Kanal gebaut, der das Wasser aus der Isar nach Schleissheim bringt und um das neue Gartenschlösschen den äusseren Ringkanal bildet. Nur der Bau des geplanten Mittelkanals in der Achse der nach Schleissheim, und mit ihm auch der innere Ringkanal, wird verschoben.[6] Der Kurfürst bevorzugt an der Stelle des Mittelkanals eine Lindenallee mit Mailbahn. Ein weiteres, bei der Vollendung der Lustschlossbauten noch im Planungsstadium befindliches Projekt ist das grosse Zirkelgebäude der Galerie. Es sollte Lustheim[7] nach Westen im grossen Halbrund, ausgehend von den beiden Pavillons, als grosse Orangerie abschliessen. Die Abwesenheit des Kurfürsten in den Spanischen Niederlanden von 1691–1701 ist dem Fortschritt wenig förderlich. Zwar wird 1695 begonnen und 1700 bis 1703 angestrengt an der Vollendung gearbeitet, aber der erneute Unterbruch durch das französische Exil des Kurfürsten bedeutet eine erneute zehnjährige Einstellung der Bauarbeiten. 1716 wird an den Lustheimer Zirkelbauten weitergearbeitet. Sie bleiben bis zum Tod des Kurfürsten unvollendet und werden 1741 abgebrochen. Damit wird eine gesamtheitlich geplante Schlossanlage mit einer grossartigen Platzarchitektur ihrer wichtigsten Klammer und ihres Platzabschlusses beraubt.

Die Bauwerke

Der Mittelpavillon

Architektur
Zucalli konzipiert das zweigeschossige Jagdschloss nach Art italienischer «ville suburbane», wie sie als Typus schon in den Traktaten des 17. Jahrhunderts verbreitet sind. Ein zentraler Festsaal wird dabei symmetrisch und spiegelbildlich mit Aufenthaltsräumen in der Art von Eckrisaliten ergänzt.[8] Das Erdgeschoss liegt leicht erhöht. Lustheim ist anfänglich klarer durch diesen Typus geprägt. Noch während des Baus wünscht der Kurfürst eine bequemere Treppenanlage. Die dadurch erforderliche Schliessung der halbrunden Fassadennischen an der Nord- und Südfassade verhindert die beabsichtigte allseitige Freistellung der paarweise additiv zugefügten Raumgruppen. Auch das Querdach, das heute die drei Baukörper verbindet, ist ursprünglich nicht geplant. Es verdankt seine Entstehung dem gewünschten gedeckten Zugang zum Belvedere, einem Aussichtsstand über dem Festsaal. Trotz diesen unvorteilhaften Änderungen ist das zentrale Hauptgebäude von Lustheim eine hervorragende und eigenständige barocke Interpretation italienischer Vorbilder.

Die Fresken und Wandgemälde im Mittelpavillon
Die Innenräume im Erdgeschoss sind mit Muldengewölben übermauert, der idealen Gewölbeform für grossflächige Freskenzyklen.[9] Die Fresken sind in jeder Hinsicht einmalig. Durchgehendes Thema ist die Jagd. Diana, die Göttin der Jagd, ist allgegenwärtig.[10] Derartig thematisch zusammenhängende Deckenmalereien «al fresco buono» sind für profane Bauten in Bayern bisher nicht bekannt. Mit ihnen wird die in Italien seit der Renaissance etablierte Regel, dass repräsentative Räume in Villen und Residenzen mit Fresken ausgestattet werden müssen, auch nach Bayern verpflanzt. Dank der gemauerten Muldengewölbe sind die Fresken im wesentlichen original erhalten, was bei den grossen Kriegsverlusten an Profanbauten in und um München eine Ausnahme ist. Alle Deckenfresken werden in den Jahren 1686 und 1687 erstellt.
Im zweigeschossigen Festsaal malt der Quadraturmaler Antonio Maria Bernardi[11] die Scheinarchitekturen, Francesco Rosa[12] das Mittelbild, das die Erhebung Dianas zur Göttin der Jagd darstellt. Auffallend sind im Festsaal die grossen und in die Wandarchitektur eingepassten Leinwandbilder. Sie sind ebenfalls dem Thema Jagd gewidmet. Ihr Maler ist Giovanni Battista Curlando aus Turin.[13]
Reich mit mythologischen Szenen sind auch die Muldendecken der zehn weiteren Räume geschmückt. Diana ist hier in  jedem Raum zu finden. Die thematischen Darstellungen sind in den meisten Räumen mit dichter Rahmenmalerei in überzeugend gemalten Scheinstuckaturen gefasst. Dieser «stucco-finto» und die darin enthaltenen bildlichen und architektonischen Darstellungen sind Werke von Johann Anton Gumpp.[14]  Gumpp, der bereits damit zum prägenden Maler von Lustheim wird, malt in drei Südräumen auch die Mittelbilder. In den restlichen Zimmern sind dies die italienischen Hofmaler Andrea Trubillio[15] und Francesco Rosa.

Die Stuckateure des Mittelpavillons
Die Stuckaturen an der Fassade erstellt Nicolò Perti.[16] Im Inneren gehen die Stuckaturen der Wände nicht über das Kranzgesims hinaus. Sie sollen ein Werk von Francesco Marazzi[17] sein, der allerdings erst 1715 als Stuckateur der Zirkelbauten genannt wird.


Die Seitenpavillons
Beide Pavillons übernehmen die Grundmasse der kurfürstlichen Räume des Hauptgebäudes, wie sie beidseits des Festsaals ausgebildet sind. Trotz unterschiedlicher Nutzung sind die Pavillons gleichgestaltete zweigeschossige Baukörper. Ihre westliche Empfangsseite wartet mit einer Erdgeschoss-Loggia auf. Gestalterisches Vorbild ist wieder Serlio.[18] Der nördliche Pavillon ist Marstall für 16 Pferde. Sein Wände und die flache Voutendecke sind mit Quadraturmalerei und vier Zwickelmedaillons gefasst. Drei Deckenfresken stellen Apollo auf dem Sonnenwagen, Aurora und Luna dar. Die heute nur noch rudimentär erhaltenen Fresken sind Werke von Caspar Gottfried Stuber, der sie um 1689 malt.[19] Der südliche Pavillon beherbergt die Renatuskapelle. Zuccalli fügt sie als ovale Kuppelrotunde in den Rechteckquerschnitt ein.[20] Die Stuckaturen der Kapelle erstellt Giovanni Battista II Brenni 1687.[21] Das Deckenfresko mit der Darstellung des hl. Renatus malt im gleichen Jahr Johann Anton Gumpp.

Das Zirkelgebäude
In vier Segmenten bilden diese Kolonnadenbauten den halbkreisförmigen Ostabschluss von Lustheim. Sie sollen als Orangerien und Festräume genutzt werden. Baubeginn ist 1695, Ausgangspunkt sind die beiden Seitenpavillons. Die Gebäudebreite der Zirkelgebäude misst 13 Meter. Zum Innenhof von 300 Meter Durchmesser sind sie mit Kolonnaden geöffnet und durch ein Attikageschoss mit Balustrade erhöht. Die Aussenfassaden zum äusseren Ringkanal sind eingeschossig und geschlossen, gegliedert durch die wandpfeilerartig vorspringenden Latrinen. Für die Sichtachse nach Garching, noch heute im Wald sichtbar, ist eine der drei Durchgangsöffnungen der Zirkelgebäude vergrössert und mit Risalitbauten abgeschlossen. Die beiden Ringkanäle, der innere wird erst viel später gebaut, sind in dieser Öffnung mit einem Wasserbassin verbunden. Die umfangreichen Steinhauerarbeiten sind das Werk von Johann Matthäo,[22] die Stuckaturen an Fassaden und im Inneren fertigt Francesco Marazzi aus Mendrisio. Bereits um 1702 ist auch Trubillio als Freskant tätig. Das Gebäude ist nur durch Pläne und Vogelschauansichten überliefert. Sie sind in den Details teilweise widersprüchlich.[23] Verlässlich dürfte nur der die Kopie eines Bauplans von Zuccalli sein, den Paulus 1912 veröffentlicht.[24]

Nach 1726


18. und 19. Jahrhundert
1704, nach der Flucht des Kurfürsten Max II. Emanuel und während des zehnjährigen Exils wird an den bereits eingedeckten Zirkelgebäuden nicht mehr gearbeitet. Aber schon vorher hat der Schlossneubau von Schleissheim Priorität. Kurfürst Karl Albrecht, der 1726 die Regierung übernimmt, bevorzugt Nymphenburg und investiert nicht mehr in Lustheim. 1741 lässt er die Zirkelbauten abbrechen. Mit dem 1781 unter dem Kurfürsten Karl Theodor erfolgten Bau des Mittelkanals in der Achse nach Schleissheim und des zweiten Ringkanals wird Lustheim noch einmal im Rahmen einer Garten-Neugestaltung beachtet. Unter den ersten bayrischen Königen verfällt der Garten. Er wird 1867–1869 unter Ludwig II. wieder hergestellt. Lustheim bliebt unbeachtet.

1945 bis heute
Erst nach der Wiederherstellung des 1945 stark kriegsbeschädigten Schleissheimer Gartens werden in mehreren Etappen die dahin vernachlässigten, aber unversehrten Lustheimer Bauten wiederhergestellt. 1971 erfolgt die Wiedereröffnung des Mittelpavillons, der nun im Untergeschoss eine Porzellansammlung beherbergt und für das Publikum geöffnet ist. Die Restaurierung der Seitenpavillons folgt vorerst aussen, dann auch innen. So wird die Restaurierung der Renatuskapelle, dem einzigen erhaltenen Sakralraum Zuccallis, 2005 abgeschlossen.

Pius Bieri 2016

Literatur:

Paulus, Richard Adolf Luitpold: Der Baumeister Henrico Zuccalli am kurbayrischen Hofe zu München. Strassburg 1912.
Hojer, Gerhard: Die Münchner Residenzen des Kurfürsten Max Emanuel, in: Kurfürst Max Emanuel. Ausstellungskatalog Band I. München 1976.
Heym, Sabine: Henrico Zuccalli. Der kurbayrische Hofbaumeister. München und Zürich 1984.
Bauer, Hermann und Rupprecht Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Band 3, Stadt und Landkries München, Teil 2, München 1989.
Heym, Sabine: Henrico Zuccalli und der Kreis der Graubündner Baumeister am kurbayrischen Hof in München, in: Graubündner Baumeister und Stuckateure, Lugano 1997.
Götz, Ernst und Langer, Brigitte: Schlossanlage Schleissheim. Amtlicher Führer. München 2009.
Weblinks:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlossanlage_Schleißheim
http://www.schloesser-schleissheim.de/deutsch/lustheim/baugesch.htm

Fotos:
Einzelne Fotos dieser Seite sind Werke des Wikipedi-Autors «Rufus46». Ihm danke ich für seine qualitativ hochwertigen Aufnahmen und der Genehmigung zur Weiterverwendung.

Anmerkungen:

[1] Zum Alten Schloss Schleissheim siehe den Beschrieb in der Seite «Das Neue Schloss Schleissheim».

[2] Maximilian II. Emanuel von Bayern (1662–1726), Kurfürst 1679–1706 und 1714–1726, Generalstatthalter der Spanischen Niederlande 1691–1701, in französischem Exil 1704–1715 und unter Reichsacht 1706–1714. Zu ihm siehe die Biografie von Ludwig Hüttl «Der blaue Kurfürst» (München 1976) und die Biografie des gleichen Autors in der NDB (Online-Fassung, 1990).

[3] Enrico Zuccalli (1642–1724) aus Roveredo. Siehe die Biografie und das Werkverzeichnis in dieser Webseite.

[4] Das Mass vom Portikus des alten Schlosses zur Fassadenflucht von Lustheim. Die Distanz der beiden Gebäudeachsen beträgt 1250 Meter.

[5] Philipp Zwerger (um 1655–1702) aus München, Hof- und Stadtmaurermeister, Maurerlehre bei Kaspar Zuccalli, siebenjährige Ausbildung als Zeichner bei Enrico Zuccalli. 1700–1702 ist er auch Baumeister für das Schloss Schleissheim.

[6] Er wird erst 1781 gebaut.

[7] Lustheim wird es erst 1715 genannt, vorher wird es vom Kurfürsten als «neues Gartenhaus» bezeichnet.

[8] Die reine Grundrissform dieses Lusthaus-Typus baut Donato Giuseppe Frisoni noch 1717 in Ludwigsburg (Lustschloss Favorite, siehe den Beschrieb in dieser Webseite). Sie ist schon in den Traktaten von Serlio enthalten. Die im amtlichen Führer Schleissheim (2009) als Vorbild genannte Villa des Papstes Clemente IX in Lamporecchio entspricht mit ihrer massigen Dreigeschossigkeit und vor allem in ihrem Grundriss nicht dem Serlio–Typ. Dass Zuccalli sie gekannt haben soll, ist zudem eine recht wagemutige Behauptung der Autoren. Sie kann unmöglich das Vorbild von Lustheim sein. Die Ableitung von italienischen Gartencasinos der Renaissance in «Denkmäler in Bayern» (München 1997) trifft als Gebäudeart, nicht aber als Architekturform zu. Zum Begriff des Gartencasinos siehe das Glossar in dieser Webseite.

[9] Zum Unterschied der Muldengewölbe von Spiegelgewölben siehe das Glossar. Die Gewölbe von Lustheim sind in der Mittelzone allerdings derart flach, dass sie eigentlich statisch gar nicht tragfähig wären und tatsächlich Spiegelgewölben nahe kommen. Tatsächlich muss 2015 das Saalgewölbe mit erheblichem Aufwand an darüber eingeführte Stahlträger gehängt werden, um weitere Rissbildungen zu verhindern.

[10] Das Bildprogramm folgt demjenigen von Venaria Reale bei Turin. Für das Lustschloss von Carlo Emanuele II. von Savoyen, dem Onkel des Kurfürsten Max Emanuel, erstellt es der jesuitische Gelehrte Emanuele Tesauro.

[11] Antonio Maria Bernardi (Lebensdaten unbekannt, * c.1650 Bologna?, † n.1723 Heidelberg?, um 1682 in Heidelberg wohnhaft, ist 1696–1716 als Maler und Theateringenieur am Düsseldorfer Hof des Wittelsbacher Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz tätig, wird bis 1723 wieder in Heidelberg vermutet. Die Arbeit 1687/88 in Lustheim scheint seine einzige Tätigkeit für den Münchner Hof zu sein.

[12] Francesco Rosa (* c.1635 Genua, † n.1710 Venedig), arbeitet 1663–1675 in Venedig. 1675–1701 ist er am kurfürstlichen Hof in München und Brüssel mit 1500 Gulden Jahresgehalt tätig, wird aber von Zuccalli zugunsten dessen Schwiegersohnes Trubillio zunehmend isoliert. Er wird vielfach mit dem Römer Maler gleichen Namens verwechselt.

[13] Giovanni Battista Curlando (*1648 Turin, † 1710 Turin) ist seit 1675 am Turiner Hof tätig und wird 1700 Hofmaler. Er liefert die Leinwandgemälde um 1690.

[14] Johann Anton Gumpp (* 1654 Innsbruck, † 1719 München), seit 1686 Hofmaler. Als Schüler des in Italien ausgebildeten Malers Egid Schor ist er einer der ersten deutschen Maler, der die Freskotechnik wieder beherrscht. Lehrer von Georg Asam. Arbeiten in der Residenz, in Lustheim, Schleissheim, im Mittelbau von Nymphenburg sowie in der Pagodenburg.

[15] Giovanni Andrea Trubillio, auch Trubiglio oder Trubilli († 1721), Schwiegersohn Zuccallis, seit 1674 Maler in Hofdiensten, 1689 Unterbaumeister. Herkunft unbekannt.

[16] Nicolò Perti (* 1656 Rovanna, † 1718), siehe die Biografie in dieser Webseite.

[17] Francesco Marazzi (* c.1670/72 Mendrisio, † 1724 München). Siehe die Biografie in dieser Webseite.

[18] Vielleicht die Fassade der Villa Madama auf Seite 121v im Dritten Buch von Serlio (Tutte l'opere d'architettura et prrospetiva [i.e. prospettiva] di Sebastiano Serlio Bolognese, in Vinegia 1600).

[19] Caspar Gottfried Stuber (* c.1650 Weissenhorn, † 1724 München), heiratet 1674 die Tochter von Nikolaus Prugger und wird damit Schwager von Georg Asam.

[20] Vorbild dürfte die römische Kirche Sant'Anna dei Palafrenieri (1570 von Vignola) sein. Zuccalli stellt aber mit den ausgeschnittenen Ecken eine barocke Lichtregie her und kreiert damit einen überraschenden Innenraum.

[21] Giovanni Battista II Brenni oder Brenno (1649–1712) aus Salorino, siehe die Biografie in dieser Webseite.

[22] Johann Matthäo, dessen Herkunft und Lebensdaten nicht bekannt sind, arbeitet an den Zirkelgebäuden 1700–1703 und setzt die Arbeiten 1716 fort. Er könnte aus Lucca stammen, da er für Lustheim im April 1700 aus dieser Stadt 90 Steinmetzen und Steinbrecher nach Lustheim beordert.

[23] 1. Der Gartenplan Blatt 34 aus «Erlustierende Augenweide in Vorstellung Herrlicher Garten- und Lustgebäude», Bd.: 2, Augsburg 1717. Er zeigt eine geometrisch interessante, aber nicht gebaute Verdoppelung der beiden Pavillons. Es dürfte sich um eine frühe Idealplanung handeln, die auch den erst 1781 gebauten Mittelkanal mit dem inneren Ringkanal umfasst.
2. Die Vogelschauansicht von Osten, gegen Schleissheim, im Gemälde von Franz Joachim Beich (1718) und in der entsprechende Miniatur von Maximilian de Geer (1730) zeigen Aussenfassaden der Zirkelgebäude mit übertrieben reichen Fassadenöffnungen.
3. Die Vogelschauansicht von Westen, gegen Garching, im Gemälde von Franz Joachim Beich (1718) und in der entsprechende Miniatur von Maximilian de Geer (1730) sind korrekte Darstellungen. Sie zeigen die Gebäude von Lustheim noch mit den später entfernten Attika-Balustraden.

[24] Grundrisse Erd- und Obergeschoss, Schnitt und Fassaden. Das Obergeschoss zeigt in Abständen von 80 Fuss oder 23 Meter auf der Rückseite einen Latrinenanbau mit Stichgang aus den zum Hof orientierten Gästezimmern.













Deckenfresken in den Appartementräumen von Lustheim
Raumnummern siehe Grundrissplan
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Deckenfresko Raum 31. «Diana und Opis fangen den bengalischen Tiger». Maler des Freskos und auch der rahmenden und überzeugenden hochbarocken Scheinstuckaturen ist Johann Anton Gumpp. Er malt das Mittelfresko 1686, die Scheinstuckaturen 1687. Foto: Bieri 2016.   Deckenfresko Raum 32 (Audienzzimmer des Kurfürsten). «Bestrafung des Ampelos». Johann Anton Gump258p malt das Mittelfresko 1686, die Scheinstuckaturen 1687.

Foto: Bieri 2016.
  Deckenfresko Raum 35 (Schlafzimmer des Kurfürsten oder Äusseres Zimmer). «Otos und Ephiantes». Johann Anton Gumpp malt das Mittelfresko 1686, die Scheinstuckaturen 1687. Foto: Bieri 2016.
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Deckenfresko Raum 36 (Östliches Vorzimmer des Kurfürsten). «Opferung der Iphigene». Francesco Rosa malt das Mittelbild, Johann Anton Gumpp das rahmende Gebälk und die grosse Rahmenzone mit den tragenden Frauengestalten.
Foto: Bieri 2016.
  Deckenfresko Raum 26 (Östliches Vorzimmer der Kurfürstin). «Kalais und Zetes vertreiben die Harphyen» oder «Diana vertreibt die stymphalischen Vögel». Francesco Rosa  malt das Mittelfresko 1686/87 Mittelbild und Randzone.
Foto: Bieri 2016.
  Deckenfresko Raum 25 (Äusseres oder Blaues Zimmer der Kurfürstin). «Ende der Nachtfahrt der Mondgöttin». Mittelfresko von Francesco Rosa, Scheinarchitektur Johann Anton Gumpp. 1686/87.
Foto: Bieri 2016.
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Deckenfresko Raum 23 (Galeriesaal der Kurfürstin). «Diana in der Schmiede der Kyklopen auf Lipara». Giovanni Trubillio malt das ovale Mittelbild, Johann Anton Gumpp die raumbeherrschende Scheinarchitektur. Ausführung 1686/87. Foto: Bieri 2016.   Deckenfresko Raum 22 (Ruhezimmer der Kurfürstin). «Diana und Endymion». Giovanni Trubillio malt das Mittelbild, Johann Anton Gumpp die übergreifende Scheinarchitektur. Ausführung 1686/87. Foto: Bieri 2016.   Deckenfresko Raum 24 (Empore). «Arruns und Camilla». Johann Anton Gumpp malt das Fresko 1703. Der Wandel vom Hochbarock in den Spätbarock macht sich am helleren und weniger architekturbetonten Malstil bemerkbar. Foto: Bieri 2016.
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  Lustheim  
  LustheimA1  
Ort, Land (heute) Herrschaft (18. Jh.)
Lustheim
(Oberschleissheim)
Bayern D
Kurfürstentum
Bayern
Bistum (18.Jh.) Baubeginn
Freising   1684
Bauherr und Bauträger
Kurfürst Max Emanuel von Bayern
(1679–1726)
 
  Der Mittelpavillon von Lustheim, gesehen von Westen. Die Ostfassade ist identisch. Foto: Rufus46 in Wikipedia.   pdf  
   
Grundriss
Grundrisse von Mittel- und Südpavillon. Für Legende und Vergrösserung anklicken.  
   
LustheimGeer
Die Gesamtanlage von Lustheim, wie sie 1726 im Wesentlichen fertiggestellt ist. Im Vordergrund vergnügt sich eine Hofgesellschaft mit Gondolieri im Bassin am Ende des in München beginnenden Schleissheimer Kanals, der sich hier stimmgabelartig teilt und die Gartenanlage von Lustheim und Schleissheim definiert. Der grosse Zirkelbau im Vordergrund wird nie fertig ausgebaut und schon 1741 abgebrochen. In der Bildmitte der zentrale Mittelpavillon. Die heute noch bestehenden Seitenpavillons bilden den Kopf des Zirkelgebäudes. Zwischen Lustheim und Schleissheim dehnt sich der Barockgarten mit Bosketts aus. Seine Mittelachse ist noch die von Linden besäumte Allee für das Mailspiel des Kurfürsten. Am Horizont ist das Schloss Dachau zu sehen. Die sehr präzise Vogelschauansicht aus Osten ist eine Miniatur von 120 mm Breite und 175 mm Höhe, die Maximilian de Geer um 1730 nach einem Gemälde von Franz Joachim Beich malt. Foto: Bieri 2016.  
Girard1715
Im eigentlichen Ausführungsplan der Gartenanlage von Lustheim und Schleissheim ist die Lustheimer Anlage mit dem Zirkelbau , den Kanälen und dem Barockgarten so dargestellt, wie sie auch auf der obigen Miniatur von Maximilian de Geer zu sehen ist. Der Ausführungsplan um 1716/17 entspricht der Planung von Enrico Zuccalli. Der Zeichner des 385,5 auf 103 Zentimeter grossen Plans ist unbekannt. Er muss im Umkreis von Dominique Girard entstanden sein. Das Original befindet in der Albertina in Wien. Foto: Bieri 2016.
 
Diesel1710
Der Stich nach dem Entwurf von Matthias Diesel zeigt Lustheim und das Zirkelgebäude von Westen. Im Gegensatz zur Miniatur von Maximilian de Geer und in Widerspruch zum obigen Plan ist es eine Idealansicht. Sie nimmt den erst viel später erstellten Mittelkanal schon vorweg.
Quelle: «Erlustierende Augenweide Zweite Fortsetzung, vorstellend die weltberühmte Residenz in München, als auch vornemlich die herrliche Pallatia und Gärten», Augsburg 1705–1730.
 
LustheimA2
Der zentrale Baukörper des Festsaales ist auch die Empfangsseite. Sie ist in Ost und West identisch ausgebildet. Die Stuckaturen sind Werke von Nicolò Perti. Foto Ostfassade: Bieri 2016.  
Lustheim_A3
Bereits jenseits des inneren Kanalrings liegen die Seitenpavillons. Hier der nördliche Pavillon des «Schönen Stalls». Foto: Bieri 2016.  
LustheimA4
Der Nordpavillon mit dem «Schönen Stall» von Westen.
Foto: Rufus46 (2009) in Wikipedia.
 
LusteheimPlanZirkelgebaeude
Die Kopie eines Planes von Enrico Zuccalli um 1695 zeigt den Grundriss des «Schönen Stalls» mit dem anschliessenden Zirkelgebäude. Oben das Erdgeschoss, in der Mitte das Obergeschoss mit den wandpfeilerartig vorspringenden Latrinen und unten die Aussen- und Innenfassade mit dem Schnitt. Quelle: Abbildung 66 aus Paulus, Henrico Zuccalli, 1912.  
LustheimStallInnen
Die Fresken im Schönen Stall malt Caspar Gottfried Stuber 1689/90. Sie sind nur noch rudimentär erhalten. Hier der Einblick in die Quadraturmalerei der Südwestecke mit dem Eckfresko «Jupiter und Minerva».
Foto: Bieri 2016.
 
LustheimA5
Aussen identisch mit dem «Schönen Stall» baut Zuccalli 1686–1686 den Südpavillon, der im Inneren die ovale Renatuskapelle enthält. Siehe dazu den Grundriss oben. Aufnahme aus Südwest.
Foto: Rufus 46 (2009) in Wikipedia.
LustheimKapelle
Das Deckenfresko in der Renatuskapelle malt Johann Anton Gumpp 1687. Es stellt in meisterlicher, dichter und bewegter Komposition die Glorie des hl. Renatus (Bischof von Angers) dar.
Foto: Rufus46 (2009) in Wikipedia.
 
   
Innenräume und Fresken im Mittelpavillon
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Der Festsaal nimmt die ganze Höhe des Mittelbaus ein. Der obere Teil, die Scheinarchitektur der Deckenfresken und die Wandgestaltung mit den grossformatigen Jagdgemälden sind noch original. Die Erdgeschosszone ist zu Gunsten der musealen Präsentation durchwegs zerstört. Der Raum wirkt heute mit der zu hellen Sockelzone  auseinandergerissen. Foto: Bieri 2016.  
   
Deckenfesken  
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Deckenfresko Raum 1 Festsaal
1686 malt der Quadraturmaler Antonio Maria Bernardi die Scheinarchitektur der Randzonen und Francesco Rosa das Mittelfresko im Saal. Das Hauptbild stellt die Erhebung Dianas zu Göttin der Jagd dar. Die römische Göttin Diana entspricht der griechischen Göttin Artemis.
Foto: Bieri 2016.
 
LustheimInnen2Ausschnitt
Ausschnitt Deckenfresko Raum1
Der Götterhimmel wird von Jupiter mit einem Adler zu seinen Füssen beherrscht, der Diana, die weiss gekleidet als Kind unter ihm schwebt, Pfeil und Bogen reicht. Die mit der Mondsichel bekrönte Diana ist begleitet von Merkur. Neben Jupiter sitzt die Göttin Juno mit dem Pfau. Die weiter auffallende Gruppe auf der der unteren Wolkenbank ist Mars, der mit Ceres diskutiert und Bacchus, der Wein ausleert. Links unter ihnen lagern, in einer in die irdische Scheinarchitektur überquellenden Wolke, Amphitrite und Neptun. Rechts, ebenfalls in einer überquellenden Wolke, nähern sich Gestalten mit Jagdhunden und Falken. Foto: Bieri 2016.
 
Deckenfresko Raum 33  
Zum Bildthema
 
Lustheim5
Deckenfresko Raum 33 (Galeriesaal des Kurfürsten). «Kampf der Giganten». Das Fresko wird als Gemeinschaftswerk von Giovanni Trubillio (figürlicher Teil Mitte) und  Johann Anton Gumpp (Randzone) 1686/87 gemalt. Die hier nicht abgebildete Randzone mit über den Bildrand stürzenden Giganten, welche die Scheinarchitekturen mitreissen, dürfte das Vorbild im Gigantenkampf des Palazzo del Tè in Mantua (Giulio Romano 1534) haben.
Foto: Bieri 2010.

 
Bildthema Raum 31
 «Diana und Opis fangen den bengalischen Tiger»
Die Begebenheit basiert auf einer Bilderfindung des Turiners Emanuele Tesauro (1592–1675) für das Jagdschloss Venaria Reale. Diana, als Jagdgöttin mit dem Spiess und als Mondgöttin mit der Mondsichel gekennzeichnet, und ihre Gefährtin Opis überlisten den wilden Tiger in den armenischen Wäldern, indem sie ihn durch Nymphen mit einem Netz fangen lassen, mit dem Motto « mehr als die Gewalt zählt die List».
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Bildthema Raum 32
 «Bestrafung des Ampelos»
Der schöne Knabe Ampelos, ein Satyr, reitet einen mit Blumen geschmückten Stier und macht sich dabei über die Mondgöttin Diana-Luna lustig. Diese schickt zu Bestrafung eine Bremse, die mit dem Stich den Stier wütend macht. Der abgeworfene Ampelos bricht sich dabei den Hals. Das Bildmotto lautet: «Was mich überheblich macht, bestraft mich».
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Bildthema Raum 33
«Kampf der Giganten»
Apollo und Diana mit Gehilfinnen vertreiben die Giganten, welche den Himmel bestürmen wollen. Vermutlich basiert die Darstellung auf Pausianus, der den Kampf von Apollo und Diana gegen den Giganten Tityus beschreibt.
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Bildthema Raum 35
«Otos und Ephiantes»
Die Brüder Otos und Ephiantes sind Riesen und stellen Diana nach. Den beiden auf der Jagd befindlichen Brüdern schickt Apollo einen Hirsch zwischen ihre Pferde. Sie versuchen, den Hirsch zu erlegen und töten sich dabei gegenseitig.
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Bildthema Raum 36
«Opferung der Iphigene»
Diana (Artemis) verhängt wegen eines Wildfrevels von Agamemnon, dem König von Mykene, eine Windstille, welche das griechische Heer am Auslaufen nach Troya hindert. Der Seher Kalchas erklärt, dass nur die Opferung von  Iphigene, der Tochter Agamemnons, Diana besänftigen könne. Im Augenblick der Opferung erscheint Diana, bringt als Opfertier eine Hirschkuh und entführt Iphigene in das Land der Taurer. Das Bildthema ist beliebt und wird auch von Goethe in «Iphigene auf Tauris» verewigt.
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Bildthema Raum 26
«Kalais und Zetes vertreiben die Harphyen»
Kalais und Zetes sind Söhne des Windgottes Boreas, die dem von Harpyen verfolgten König von Thrakien helfen. Harpyen sind geflügelte Mischwesen aus Mensch und Tier. Diana betrachtet den «Luftkampf» aus den Wolken. Das Bildthema folgt wieder einer Vorgabe von Emanuele Tesauro für Venaria Reale bei Turin.
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Bildthema Raum 25
«Ende der Nachtfahrt der Mondgöttin»
Die Darstellung von Diana-Luna auf dem goldenen, von Hirschkühen gezogenen Himmelswagen symbolisiert mit der im Hintergrund aufgehenden Sonne das Ende der Nacht.
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Bildthema Raum 23
«Diana in der Schmiede der Kyklopen auf Lipara»
Diana, zur Göttin der Jagd erhoben, geht zu den Kyklopen nach Lipara, um Waffen für die Jagd zu holen. Die am Amboss arbeitenden, muskulösen Kyklopen verfertigen ihr Pfeil und Bogen.
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Bildthema Raum 22
«Diana und Endymion»
Endymion, ein schöner Hirte, Jäger oder Astronom wird von der Mondgöttin Diana-Luna (griechisch Selene) geliebt. Sie lässt ihn mit Hilfe von Jupiter (Zeus) in ewigen Schlaf versenken, um ihn vom Tod zu bewahren und ihm ewige Jugend zu schenken. Jede Nacht kommt sie zu ihm und schenkt ihm insgesamt fünfzig Töchter.
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Bildthema Raum 24  (Empore)
«Arruns und Camilla»
Nach der Aeneis von Vergil, Buch XI, wird Camilla, die Tochter des Königs der Volsker, als Kind Diana geweiht. Im Kampf des Turnus gegen Aeneas (das Thema im Fresko Amigonis im Weissen Saal von Schleissheim!) wird sie von Arruns getötet. Diana lässt deshalb Arruns mit Pfeilen töten. Im Bild nimmt sie die gleich selbst vor.
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