Die Meister des Bauwerks
Name Herkunft Text   Tätigkeit von   bis
Franz Beer II (1660–1726) Au Vorarlberg ok   Baumeister-Architekt 1699   1702
Joseph Schmuzer (1683–1754) Wessobrunn SchmuzerJoseph   Stuckateur und Baumeister 1702   1702
Fr. Magnus Remy OSB (1674–1734) Graz ok   Maler und Liebhaberarchitekt 1702   1722
Franz Schmuzer (1676–1741) Wessobrunn ok   Stuckateur ?1702   ~1732
Francesco Marazzi (um 1670–1724) Mendrisio ok   Stuckateur 1709   1710
Johann Bergmüller (1657–nach 1732) Türkheim     Kunstschreiner und Altarbauer ~1721   1722
Ignaz Hillenbrand (um 1690–1772) Mindelheim     Bildhauer 1722   ~1735
Franz Anton Erler (um 1695–1745) Eglofs Argenbühl     Maler 1729   ~1730
Balthasar Freiwiss (1710–1783) Aitrang     Orgelbauer 1752   1754

Irsee

Ehemalige Benediktiner-Reichsabtei und Kirche Mariä Himmelfahrt

Späte Benediktinergründung
Irsee ist eine sehr späte Benediktinergründung am Ende des 12. Jahrhunderts. Die Burg Ursin, an Stelle der heutigen Friedhofskirche St. Stephan, ist erster Sitz der Gemeinschaft. 1196 ziehen die Mönche in die neue Abtei an der heutigen Stelle. Der Name Ursin oder Ursinium wandelt sich später zu Irsee. Die kleine Abtei hat im 13. Jahrhundert 6 Mönche. Nach einem Niedergang im 14. Jahrhundert erreicht der Konvent bis zum Dreissigjährigen Krieg wieder die Zahl von 14 Mönchen. Im Krieg, zwischen 1632 bis 1648,  muss Irsee und das Klostergebiet hohe Kontributionen von 326 000 Gulden an beide kriegsführende Parteien leisten, der Konvent ist in dieser Zeit im Exil. Er besteht nach dem Friedensschluss nur noch aus 4 Mönchen. Das wirtschaftlich schnell erstarkende Kloster kann aber von der benachbarten mächtigen Fürstabtei Kempten bereits 1662 die Vogteirechte über das Klostergebiet erwerben.

Reichsabtei Irsee
1694 erlangt das Kloster Irsee, es zählt jetzt wieder 17 Mönche, den Rang einer Reichsabtei. Das reichsfreie Territorium der Abtei Irsee ist recht klein. Es umfasst rund fünfzehn Quadratkilometer mit 4000 Untertanen in 22 kleinen Ortschaften. Als reichsunmittelbarer Herr hat der Abt von Irsee fortan Sitz und Stimme auf der schwäbischen Prälatenbank beim Immerwährenden Reichstag. Im Falle eines Reichskriegs muss das Kloster innerhalb des Aufgebots des Schwäbischen Kreises immerhin ein Kontingent von einem Offizier und 61 Mann stellen.
Die junge Reichsabtei geniesst bei den benachbarten Abteien der Niederschwäbischen Benediktinerkongregation, im Gegensatz zu den abseits stehenden Adeligen der Fürstabtei Kempten, ein hohes Ansehen. Abt Romanus Köpfle, der 1692 gewählt wird, will nach dem Erlangen der Reichsunmittelbarkeit dem Kloster ein repräsentatives Gesicht geben. Sicher hat er sich schon mit Planungen beschäftigt, als 1699 der baufällige Kirchturm einstürzt und den Chor der romanischen Basilika von 1194 beschädigt. Die ist der Auslöser zum Neubau der Kirche und des Klosters.

Bau der Kirche 1699–1704
Schon am 25. August 1699 beginnt der beauftragte Vorarlberger Bautrupp von Franz Beer mit dem Neubau der Klosterkirche. Obwohl in der Klosterchronik nur von «Architecto Francisco Beer Brigantino» geschrieben wird und ein Verding nicht vorhanden ist, muss der Baumeister mit grosser Sicherheit Franz Beer II – später «von Bleichten» – aus dem Bregenzerwald sein. Es ist, abgesehen von der Paliertätigkeit unter seinem Lehrmeister Christian Thumb in Obermarchtal (1690–1692) und der Kirche in Tannheim (1700–1702) sein erster kirchlicher Grossbau. Er knüpft an Obermarchtal an und baut eine klassische Wandpfeilerkirche mit einer freien westlichen Doppelturmfront. Die Fassade ist italienisches Erbe: eine Vorlage aus dem Architekturbuch von Sebastiano Serlio könnte als Anregung dienen. Der Kirchenraum ist aber vorarlbergische Schule: Die durch Wandpfeiler gebildete Lichtrahmenschicht wird Franz Beer wenige Jahre später in Bellelay und St. Urban weiterentwickeln. Das harmonisch ausgewogene Raumbild von Irsee wird durch das feine, bereits das Régence ahnende Wessobrunner Stuckgewand von Joseph Schmuzer (1683–1754) unterstützt. Es sein erster Auftrag. Bisher hat er immer an Werken seines Vaters oder seines älteren Bruders Franz Schmuzer (1676–1741) gearbeitet. Ohne dass Franz Schmuzer namentlich genannt ist, geht man trotzdem von seiner Mitbeteiligung aus.
Die Deckengemälde von 1702, ein thematischer Zyklus mit der Verherrlichung des Benediktinerordens, sind vom Konventualen Frater Magnus Remy mit Öl auf Leinwand gemalt. Sie lassen vielleicht die Frische des «fresco buono» vermissen, sind aber markante Akzente in der lichtdurchfluteten Halle.
In der Stiftskirche kann im Spätsommer 1703 bereits Gottesdienst gefeiert werden. Der Spanische Erbfolgekrieg und der Tod des Abtes Roman Köpfle am 11. März 1704 verzögern die Einweihung. Diese findet am 12. Oktober 1704 statt.

Altäre
Der neue Abt Willibald Grindl konzentriert sich vorerst, von 1707 bis 1709, auf den Klosterneubau. In die neu geweihte Kirche dürften auch Ausstattungen der Vorgängerkirche übernommen worden sein. Vier Wandpfeiler («Kapellen»)-Altäre, im hinteren Schiff sind allerdings 1704 bei der Einweihung bereits vorhanden. Ihre Altarblätter sind Arbeiten von Frater Magnus Remy. Erst 1722 wird mit dem Hauptaltar und den Seitenaltären ein neuer Akzent gesetzt. Schöpfer sind die Türkheimer Johann Bergmüller als Altarbauer und Ignaz Hillenbrand als Bildhauer. Das Hochaltarbild der Himmelfahrt Mariens ist wieder ein Werk des Fraters Magnus Remy.

Irsee und Lepanto
Von grosser barocker Originalität ist die Kanzel, 1724–25 von Ignaz Hillenbrand als Vorderteil eines Schiffes gebildet, das geblähte Segel ist Schalldeckel, Putten klettern durch die Takelage. Am Bugspriet befindet sich die Figur des Erzengels Michael, der gestürzte Satan zu seinen Füssen wird 1834 entfernt. Er soll bei Volksprozessionen in der Kirche ein Hindernis bedeutet haben. Die Schiffskanzel ist Allegorie der Kirche als Schiff auf dem Meer und in den Stürmen der Zeit, der Name Ir«see» könnte dabei im Hintergrund mitgewirkt haben. Ausschlaggebend ist aber die Beziehung zur Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571. Der Sieg einer Flotte der Heiligen Liga unter Juan d'Austria über die Türken soll durch die Fürbitte zur Rosenkranzkönigin errungen worden sein. Die Beziehung der auch in Irsee blühenden Rosenkranzbruderschaft zur Seeschlacht von Lepanto und die Darstellung der Kanzel als Kommandoschiff der siegreichen Christen ist also ganz direkte barocke Zeichensprache, die vom Volk verstanden wird.

Kirchengestühl und Orgel
Die Eichenholzdoggen des Kirchengestühls der Reihe 15–21 sind Originale von 1705. Die Doggen der Reihe 5–14 sind 1715 geschaffen worden. Es sind meisterhafte und phantasievolle Bildhauerarbeiten von ungenannten Meistern.
Ein weiteres Meisterwerk ist die Orgel auf der Westempore. Sie wird 1752–1754 vom Orgelbauer Balthasar Freiwiss aus Aitrang gebaut. Die Disposition stammt vom Konventualen Pater Meinrad Spiess (1683–1763). Als Komponist und Musikwissenschaftler ist Pater Meinrad eine vielbeachtete Autorität. Selbst Leopold Mozart schickt ihm eigene Kompositionen mit der Bitte um Begutachtung. Für die neue Orgel in Irsee disponiert Pater Meinrad 30 Register. Das Orgelwerk des Orgelbauers Freiwiss und sein Rokokoprospekt, der das Westfenster umspielt, sind noch heute im spielbaren Originalzustand erhalten.

Klosterneubau 1707–1709 und 1727–1729
Am 12. Oktober 1704 findet nicht nur die Einweihung der neuen Kirche statt, am gleichen Tag erfolgt die Amtseinsetzung des neuen Abtes Willibald Grindl. Bei seinem Amtsantritt steht im Süden der neuen Kirche noch das intakte spätmittelalterliche Klostergeviert. Aber schon am 21. Mai 1707 legt er, nach dem Abbruch des Südtraktes und den oberen Geschossen des Osttraktes, den Grundstein für das neue Kloster. Die alten östlichen Kellerräume werden im Neubau integriert und bestimmen dessen Flucht. Im Süden der Kirche, mit einem kleinen Hof von ihr getrennt, wird ein neuer Nordtrakt eingefügt, der den quadratischen Innenhof einer vollkommen symmetrisch geplanten dreigeschossigen Anlage abschliesst. Eckrisalitbauten betonen die Symmetrie. 1709 können die neuen Süd-, Ost- und Nordflügel bezogen werden. Der alte Westflügel des 15. und 16. Jahrhunderts bleibt vorerst bestehen und wird integriert, weicht aber bereits 1727–1729 einem Neubau mit leichten Abweichungen von der Symmetrieachse. Planer und Bauleiter dieser Klosteranlage ist der Konventuale Magnus Remy, wie die Kunsthistorikerin Gabriele Dischinger überzeugend nachweist. Wie bei fast allen Klosterbauvorhaben dieser Zeit muss aber auch hier von einer rollenden Planung ausgegangen werden, die vielleicht eine Grundidee Franz Beers aufnimmt, und die in Zusammenarbeit mit befreundeten Äbten und Meistern, hier zum Beispiel Christoph Vogt aus Ottobeuren, weiterentwickelt und abgewandelt wird.
Die Stuckaturen der ersten Bauphase um 1709 erstellt der kurbayrische Hofstuckateur Francesco Marazzi (um 1670–1724), die der zweiten Phase um 1729 der Wessobrunner Franz Schmuzer (1676–1741, Bruder des Stuckateurs der Stiftskirche). Die Deckengemälde und Wandmedaillons sind Werke des Konventualen Magnus Remy (1674–1734) und des aus Ottobeuren beigezogenen Franz Anton Erler (um 1695–1745). Nur wenige Werke der Klosterzeit haben allerdings bis heute überlebt. Die Neunutzung im 19. Jahrhundert hat auf die barocke Ausstattung wenig Rücksicht genommen.

Stätte benediktinischer Gelehrsamkeit im 18. Jahrhundert
Seit 1700 bleibt die Zahl der Konventualen konstant bei 20. Das Durchschnittsalter liegt um die Vierzig. Es treten gut ausgebildete Novizen ein, teilweise haben sie das Gymnasium im Kloster Irsee schon als Knaben besucht. Ausgezeichnete Irseer Professoren bilden sie in Philosophie, Theologie und Mathematik aus. Sie absolvieren Studienjahre in auswärtigen Universitäten, vor allem in Salzburg. Die meisten sind auch Musiker. So verwundert es nicht, dass die Absolventen schnell als Lehrer begehrt sind. 1744 bildet sich nach der Einrichtung eines mathematisch-physikalischen Museums ein naturwissenschaftliches Forschungs- und Studienzentrum heraus. Ab 1765 wird die Ausbildung mit den Fächern der orientalischen Sprachen bereichert. Irsee gilt zu dieser Zeit als Hort der Aufklärung und Gelehrsamkeit und findet in der damaligen Geisteswissenschaft grosse Beachtung.

Säkularisation und unrühmliche Seiten
Am 3. September 1802 erfolgt die «provisorische militärische Besetzung» des bisher reichsfreien Irsee durch das Kurfürstentum Bayern. Das Territorium des Reichsstiftes wird 1803 ins neue Königreich von Napoleons Gnaden integriert. 620 Jahre monastischen und wissenschaftlichen Lebens werden abrupt beendet. Das Inventar wird versteigert. Die Bibliothek wird 1833 in die wieder gegründete Abtei Metten überführt. Die ehemalige Stiftskirche wird Pfarrkirche. Für die kaum 100-jährigen Klostergebäude hat der Staat vorerst keine Verwendung. Erst 1849 wird eine «Kreisirrenanstalt» in den ehemaligen Konventgebäuden eingerichtet. Ab 1900 ist das abgelegene Irsee Zweiganstalt des Nervenkrankenhauses Kaufbeuren. Schamhaft verschwiegen wird in der aufgeführten Literatur die unrühmliche Seite der Jahre 1940–1945. Wie Christian Lankes im Internettext zu Irsee aufführt, werden in dieser dunklen Periode im Rahmen eines Euthanasieprogrammes 2000 Menschen in Irsee ermordet. Lediglich der kleine Kunstführer verweist, ohne Hintergrunderläuterung, auf ein Denkmal für die Euthanasieopfer. In der Nachkriegszeit wird die Heil- und Pflegeanstalt vom Bezirk Schwaben weitergeführt. Der Bezirkstag beschliesst 1965 den Abbruch der ganzen Klosteranlage. Bis 1972 die letzten Insassen in andere Anstalten verlegt sind, hat sich zum Glück die Einstellung zum historischen Erbe gewandelt, ein Abbruch ist jetzt kein Thema mehr. 1973 muss auch die barocke Stiftskirche wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Die Klosteranlage der Jahre 1699-1729 ist damit unbenutzbar und steht mehrere Jahre leer.

Restaurierung und Neunutzung 1974–1981
1974 bis 1976 wird die Kirche statisch saniert, anschliessend bis 1981 restauriert. Die durchgehend weisse Farbfassung der Aussenfassade entspricht dem ursprünglichen Kalkanstrich. Wie auf fast allen restaurierten deutschen Dächern ist auch in Irsee der penetrant glatte rote Kirchenbiber verwendet, der mit einer alten lebendigen Dachdeckung nichts gemein hat. Trotzdem ist das Gesamtwerk gelungen, und sogar die knallroten Dächer wirken im Zusammenspiel mit den weissen Fassaden und dem Grün der Landschaft ansprechend.
1976, parallel zur Kirchenrestaurierung, erfolgen bis 1981 die aufwändige Sanierung und der Umbau der ehemaligen Klostergebäude zum schwäbischen Bildungszentrum. Mit dieser Neunutzung ist wieder fast klösterlicher Geist in Irsee eingekehrt.
 
Pius Bieri 2008

Benutzte Einzeldarstellungen:

Frei, Hans (Hrsg.): Das Reichsstift Irsee, Band 7 der Beiträge zur Landeskunde von Schwaben, Weissenhorn 1981.
Kühlenthal, Michael: Irsee, Arbeitsheft 20 des Bayrischen Landesamtes für Denkmalpflege; München 1984.
Dischinger, Gabriele und Vollmer, Eva Christina: Irsee, Heft 30 Schwäbische Kunstdenkmale (Kleiner Kunstführer), Weissenhorn 2003.

Links:

http://www.kloster-irsee.de/deutsch/index.php

http://www.irsee.de/projects/kf_kloster/kf_main.htm

 

 

 

  Ehemalige Reichsabtei Irsee  
  IrseeGrRiss  
Ort, Land (heute) Herrschaft (18. Jh.)
Irsee Ostallgäu
Bayern D
Herrschaft Irsee
Bistum (18.Jh.) Baubeginn
Augsburg 1699
Bauherr und Bauträger

okAbt Romanus Köpfle (reg. 1692–1704).

okAbt Willibald Grindl (reg. 1704–1731)
 
  Erdgeschossgrundriss mit den Raumnutzungen zur Klosterzeit. Kirche (1699–1704) von Franz Beer II. Konvent–Flügel (1707–1729) von Fr. Magnus Remy.   pdf  
   
Irsee1
Die Doppelturm-Westfont (1702) ist das eigentliche Wahrzeichen von Irsee.  
   
Irsee1619
In einer Vogelschauansicht von Süden (Karl Stengel 1619) ist der vorbarocke Baubestand der Klosterlandschaft von Irsee dargestellt. An die mittelalterliche Basilika schliessen sich die um einen quadratischen Hof angeordneten Konventflügel des 16. Jahrhunderts an. Ost- und Westflügel stehen gegen Süden vor. Der barocke Klosterneubau übernimmt das Fundament des Ostflügels. Anstelle der oben dunkel getönten Südfassade des Ostflügels steht heute der barocke Südost-Risalit. Damit übernimmt der Neubau des Barock die Örtlichkeit der Anlage.  
Luftbild
Das Luftbild von Norden, am späten Sommerabend aufgenommen, zeigt die Klosteranlage mit ihren barocken Ökonomiegebäuden, zu denen auch das Klosterbrauhaus (im Luftbild über den Türmen, mit Quergiebel) zählt. Es ist heute Gasthof, während sich in der Dreiflügelanlage der ehemaligen Klosterökonomie das Brauereimuseum befindet.
Bildquelle:
Wikipedia by author Guidemedia.
 
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Der Innenraum, ein Wandpfeiler-Emporenraum mit Stuckaturen von Joseph Schmuzer. Der Stuck betont die Tektonik, wie dies der Baumeister Franz Beer in allen seinen Kirchen fordert. Nur die Stuck-Ausbildungen der Wandpfeiler-Gesimse sind noch von gleicher plastischen Kraft wie in Obermarchtal und Hofen-Friedrichshafen. Die Deckenbilder von Fr. Magnus Remy sind keine Fresken, sondern aufgespannte Ölgemälde.  
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Ein Schmuckstück des Kirchenraums ist die Kanzel von Ignaz Hillenbrand, die sich auf den Sieg der Christen in der Seeschlacht von Lepanto bezieht. Im Unterteil fehlt der Satan, der 1834 wegen Störung des Durchgangs entfernt wird. Stattdessen finden heute Gummibäume Aufstellung.  
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Weitgehend original erhalten ist das Orgelwerk (ursprünglich 30 Register, 2 Manuale und Pedal) von Baltasar Freiwiss, das dieser 1752–1754 nach der Disposition des Klostermusikers Pater Meinrad Spiess baut.  
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Das Laiengestühl in den Reihen 5–14 (1715, oben) und 15–21 (1705) zeigt hochbarocke Schnitzereien, jede anders, aber mit dem gleichen Motiv: Putten in einer Frucht-Girlanden-Pflanzenornamentik.
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Der Kloster-Westflügel mit dem Haupttreppenhaus wird erst 1727–1729 erstellt. Die Meister dieses Treppenhauses sind der Stuckateur Franz Schmuzer und der Maler Franz Anton Erler, der die Deckengemälde wie Fr. Magnus Remy nicht «al fresco», sondern in Öltempera auf trockenen Grund malt.