Johann Michael Ludwig Rohrer (1683–1732)

Hofbaumeister der Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden

Lehrzeit in Schlackenwerth

Er wird 1683 als Sohn des Müller-, Zimmer- und Brunnenmeisters Michael Anton Rohrer (um 1650–1715) im böhmischen Tissau geboren.[1] Der Vater steht im Dienst des Herzogs Julius Franz von Sachsen-Lauenburg und arbeitet an dessen Residenz im nördlich von Karlsbad gelegenen Schlackenwerth.[2] Er ist an dem im Schlosspark gelegenen «Neuen Lustgebäude» des Prager Baumeisters Abraham Leuthner, das 1684 bezogen wird, und auch am 1685 begonnenen «Neuen Schlossbau» beteiligt. Erwähnt wird er als Baumeister der Menageriegebäude. Palier am Neuen Schlossbau ist Christoph Dientzenhofer, der zu dieser Zeit noch im Trupp Abraham Leuthners arbeitet und sich 1689 selbstständig macht. In diesem Jahr stirbt Herzog Julius Franz. Durch die Heirat seiner 15-jährigen Tochter Franziska Sibylla Augusta mit dem 34-jährige Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden kommt das Lauenburger Erbe an die Markgrafschaft Baden. Ungewöhnlich und für den Lebenslauf der Baumeisterfamilie Rohner entscheidend ist der Entschluss des Markgrafen, den Hof seiner jungen Gemahlin als neue Residenz zu wählen. Grund sind die planmässigen Verwüstungen der badischen Lande und der Residenz in Baden-Baden durch die Franzosen. Er beginnt sogleich mit einem neuen Residenzbau, dem «Weissen Hof».[3] Die Bauzeit, unter der Leitung des fürstlichen Baumeisters Johann Michael Sockh, dauert bis 1696. Dann taucht am Hof von Schlackenwerth ein neuer Name auf. Markgraf Ludwig Wilhelm beruft den vorher in Wien und Prag tätigen Domenico Egidio Rossi für Neuplanungen.[4] Die Zeit Rossis in Schlackenwerth ist auch die Zeit der Ausbildung des jungen Johann Michael Ludwig Rohrer. Er macht die Lehre bei seinem Vater, in einer von den grossen Prager Baumeistern Leuthner und Dientzenhofer geprägten Baulandschaft, in der nun vermehrt auch Italiener tätig sind. Zu ihnen gehört nebst Rossi auch der Maler Paolo Manni.[5]

Residenz Rastatt

Der 1697 beschlossene Frieden von Rijswijk gibt dem Markgrafen Ludwig Wilhelm, inzwischen dank seinen Siegen gegen die Osmanen als «Türkenlouis» bekannt, die Hoffnung auf ein Ende der französischen Einfälle. Er plant jetzt eine Rückkehr in die Rheinebene und will anstelle des zerstörten markgräflichen Schlosses von Baden-Baden ein schon 1696 begonnenes Jagdschloss bei Rastatt zu seiner Residenz ausbauen. Die Pläne beider Vorhaben fertigt Domenico Egidio Rossi. Ab 1699 wird an der Residenz mit Einbezug des Jagdschlosses gearbeitet. Nicht nur Rossi, auch alle in Schlackenwerth tätigen böhmischen und italienischen Meister werden jetzt nach Rastatt gerufen. Vater Michael Anton Rohrer nimmt mit der Familie Wohnsitz im noch immer kriegsversehrten Marktflecken. Als Baumeister unter der Leitung von Rossi ist er mit dem nun 17-jährigen Sohn Johann Michael Ludwig und dessen vier Jahre jüngerem Bruder Johann Peter Ernst am Bau der Residenz, von Befestigungswerken und der neuen Stadt beschäftigt.[6] Trotz des erneuten Kriegsausbruches mit Frankreich wird an der Residenz weitergebaut. Der «Türkenlouis» verteidigt seit 1702 als Feldherr der kaiserlichen Truppen die Rheinlinie, stirbt aber 1707. Die 32-jährige Markgräfin Franziska Sibylla Augusta übernimmt die Regentschaft. Der hohe Schuldenberg, verursacht durch Zahlungsrückstände des Kaiserhauses und verbunden mit Kontributionsforderungen der französischen Besatzer, zwingt sie, die Hälfte des Hofstaates zu entlassen. Auch Domenico Egidio Rossi muss gehen.

Hofbaumeister der Markgrafschaft Baden

Als neuen Hofbaumeister setzt sie den erst 24-jährigen Johann Michael Ludwig Rohrer ein. Sie setzt in den jungen Böhmen ein grosses Vertrauen.[7] Gleichzeitig mit Erweiterungs- und Fertigstellungsarbeiten am Residenzbau plant er für die Markgräfin das Lustschloss Favorite mit Park und Eremitage. Der Hauptbau wird 1710–1711 erstellt, flankierende Bauten, Barockgarten und Eremitage sind bis 1725 fertig. Schon bei diesem ersten grossen Bau mit Anklängen an den böhmischen Barock zeigt Rohrer, dass er keine Vergleiche scheuen muss. 1710 baut die Markgräfin in Schlackenwerth eine erste und 1715 bei der Rastatter Residenz eine zweite Maria-Einsiedeln-Kapelle. Beide sind identisch, über eine Freitreppe erreichbar und stellen eine genaue Kopie der Gnadenkapelle von Einsiedeln dar.[8] Rohrer ist gesicherter Baumeister der Rastatter Kapelle, die Schlackenwerther Kapelle wird ihm zugeschrieben. 1721 folgt eine Loretokapelle im Residenzgarten. Nahe der Maria-Einsiedeln-Kapelle errichtet er 1722 die Pagodenburg nach dem Vorbild im Nymphenburger Park. 1720 beginnt er mit dem Bau der Schlosskirche, die er als Wandpfeilerhalle im Anschluss an den nördlich des Corps de Logis befindlichen Gartenflügel in den Residenzbaukörper einfügt. Die Einweihung erfolgt 1723 durch den Fürstbischof von Speyer, Kardinal Damian Hugo von Schönborn. Die Markgräfin und der Kardinal-Fürstbischof sind eng befreundet und in ihrer selbst für barocke Verhältnisse übertriebenen Frömmigkeit auch sehr ähnlich. Beeindruckt von Rohrers Wirken in Rastatt, will ihn der Fürstbischof für seinen eigenen Residenzneubau in Bruchsal gewinnen und kann ihn für ein Jahresgehalt von 450 Gulden von der Markgräfin «ausleihen».

Bruchsal

Rohrer erstellt 1724 für die Bruchsaler Residenz auf den Konzeptgrundlagen des kurmainzischen Oberstleutnant Maximilian von Welsch die fehlenden Risse für den Kirchenflügel, sorgt für den Ausbau des Kammerflügels, baut die Orangerien und das Damianstor und erstellt die ersten Neuplanungen des Corps de Logis. 1725 ist der Kirchenflügel unter Dach und der Kammerflügel kann bezogen werden. Gleichzeitig plant und leitet Rohrer die weiteren Ökonomiebauten, des Seminar und das Landhospital und beginnt mit auch mit dem Hauptbau, dem sogenannten Corps de Logis. Ausserhalb Bruchsal baut er die grosse Anlage der Eremitage von Waghäusel und plant und beginnt den Bau der Schlossanlage von Kislau. Die Arbeit Rohrers der Jahre 1724 bis 1727 für den Fürstbischof von Speyer kann deshalb gut gewürdigt werden, weil 1728 ein minutiöses Verzeichnis der 717 Dokumente seines Zeichnungs- und Entwurfsnachlasses erstellt wird.[9] Allein für die Kirche sind hier 63 Pläne und zusätzliche Altarentwürfe aufgelistet. 13 «Bretter» oder Reissbrett-Aufrisse, die meisten im Baubüro Rohrer gezeichnet, betreffen das Corps de Logis, wie der Hauptbau bezeichnet wird. Erstaunlich, dass Hofbaumeister Rohrer trotz dieses planerischen Leistungsausweises nur als untergeordneter Bauleiter von Mainzer Hof-Kavaliersarchitekten in die heutige Kunstgeschichtsschreibung Bruchsals eingeht.[10] Mit dem misstrauischen Bauherrn von Bruchsal, der sich in jedes Detail der Bauausführung einmischt, hält es Rohner aber nur drei Jahre aus. 1727 tritt er wegen Krankheit im Frühjahr nicht in Bruchsal ein und wird deswegen vom Fürstbischof entlassen.

Ettlingen

1727 übergibt die Markgräfin Franziska Sibylla Augusta die Regentschaft ihrem 25-jährigen Sohn Ludwig Georg und zieht sich 1728 nach Ettlingen zurück, wo sie durch Rohrer das 1689 zerstörte Schloss als Alterssitz zu einer barocken Vierflügelanlage erweitern lässt. Cosmas Damian Asam freskiert die Schlosskapelle. Nach Plänen von Johann Michael Rohrer wird anschliessend mit dem Langhausneubau der Ettlinger Pfarrkirche St. Martin begonnen. Rohrer stirbt hier am 24. April 1732 im Alter von erst 49 Jahren. Er hinterlässt seine Ehefrau Maria Franziska, mit zwei 1711 und 1713 geborenen Söhnen, die später als Bauunternehmer in Rastatt tätig werden. Sein Bruder Johann Peter Ernst wird Nachfolger im Amt des Hofbaumeisters. Seine Förderin, die Markgräfin Franziska Sibylla Augusta, stirbt ein Jahr später in Ettlingen.

Pius Bieri 2011

Literatur:
Gnirs, Anton: Topographie der historischen und kunstgeschichtlichen Denkmale in dem Bezirke Karlsbad, Prag 1933.
Rott, Hans: Die Kunstdenkmäler des Grossherzogtums Baden, Band 9-2: Die Kunstdenkmäler des Amtsbezirks Bruchsal, Tübingen 1913.
Gensichen, Sigrid: Die Heilige Stiege und die Schlosskirche zum Heiligen Kreuz an der Rastatter Residenz, in: «Extra Schön», Ausstellungskatalog.

Anmerkungen:

[1] Tissau, heute Otročín-Tisová, liegt zehn Wegstunden östlich von Eger (Cheb) oder Waldsassen und sieben Wegstunden südlich Karlsbad. Das Dorf verliert nach 1945 die deutschen Einwohner und hat heute nur noch neun bewohnte Häuser.

[2] Schlackenwerth, heute Ostrov nad Ohří, ist um 1700 ein kleiner Flecken östlich der barocken Residenz. Vor der Vertreibung der deutschsprachigen Einwohner 1947 zählt der Ort gegen 3000 Einwohner. In kommunistischer Zeit als Industriestandort und Militärstützpunkt gefördert und im Stil des Sozialistischen Realismus erweitert, hat Ostrov heute 15 000 Einwohner.

[3] Der «Weisse Hof» ist dem «Neuen Schlossbau» vorgelagert und heute nach einem Brand von 1795 und späteren Teilabbrüchen nur noch rudimentär erhalten. Die verbleibenden Gebäude, der Park mit dem Lustschloss und die späteren kirchlichen Bauten der Markgräfin Sibylla Augusta, der sogenannte «Heilige Bezirk» werden nach umfangreichen Restaurierungen 2007 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

[4] Domenico Egidio Rossi (1659–1715) aus Fano, ursprünglich Quadraturmaler in Bologna. In Schlackenwerth baut er die architektonische Blendwand einer zwischen Stadt und Park gestellten Palastfassade und plant bereits für die Residenzverlegung nach Rastatt.

[5] Paolo Manni, 1691 in Prag genannt, Freskant in Schlackenwerth, stirbt 1703 in Rastatt.

[6] Johann Peter Ernst Rohrer (1687–1762), prägt als Nachfolger seines Bruders ab 1732 die Bauten in Rastatt. Der Vater Michael Anton Rohrer ist unter anderem mit der Planung und dem Bau der Stollhofener-Linien, einem vom Markgrafen Ludwig Wilhelm nach Ausbruch des Spanischen Erbfolgekrieges begonnenes Verteidigungswerk, beauftragt. Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BChl-Stollhofener_Linie.

[7] Sie lässt Rohrer später auch die Söhne in Militärarchitektur unterrichten.

[8] Das Originalbauwerk in der Stiftskirche Einsiedeln, von Santino Solari 1616–1618 im Äussern verkleidet, wird 1798 von den Franzosen zerstört.

[9] Aufgelistet werden 717 Plandokumente, davon 331 der Residenz, 52 von Bauten der Stadt Bruchsal und 334 Pläne von Bauten im übrigen Hochstift. 13 Pläne des Corps de Logis sind noch auf das Reissbrett gespannt, sind also im Baubüro Rohrer gezeichnet worden. 10 Residenzpläne stammen aus dem Büro Maximilian von Welsch in Mainz.

[10] Die Kompetenz Rohrers bestätigt hingegen Hans Rott in «Die Kunstdenkmäler des Amtsbezirk Bruchsal» (1913), wenn er schreibt: «Rohrers Bedeutung für das Bruchsaler und hochstiftische Bauwesen ist nicht gering einzuschätzen, seine früheren architektonischen Schöpfungen wie auch der Bau der Eremitage zu Waghäusel und der glänzende Umbau des Kisslauer Schlosses stellen den Meister allein schon in die Vorderreihe der Barockarchitekten».

 

Bekannte Werke von Johann Michael Ludwig Rohrer
Jahr Ort und Werk Bemerkungen Quelle
1709–1710 Schlackenwerth. (Ostrov nad Ohří). Kapelle Maria Einsiedeln. Zuschreibung Gnirs. Replik der heute zerstörten Kapelle von Einsiedeln, auf Hügel mit Freitreppe. Gnirs
1710–1725 Favorite bei Rastatt. Neubau von Schloss und Gartenanlage mit Orangerien, Kavaliershäusern und Eremitage. Als Sommersitz der Markgräfin. Die barocke Gartenanlage wird 1787 zu einem englischen Garten umgestaltet. Dehio
1712–1713 Baden-Baden. Pfarrkirche St. Peter und Paul.
Turmbekrönung.
  Dehio
1713–1723 Daxlanden bei Karlsruhe. Pfarrkirche St. Valentin. Neubau. Verlängerung durch Johann Ludwig Weinbrenner. Purifizierung 1966. www.
karlsruhe
1714 Offenburg. Amtshof der Landvogtei. Planung. Ausführung 1714–1717. Dehio
1715 Rastatt. Kapelle Maria-Einsiedeln. Replik der heute zerstörten Kapelle von Einsiedeln, auf Hügel mit Freitreppe. Dehio
1716–1721 Baden-Baden. Fürstliches Jagdhaus St. Hubertus am Fremersberg. Zentralbau über kreuzförmigem Grundriss. Dehio
1716–1721 Rastatt. Rathaus. Fertigstellung erst 1750 durch Joh. Peter Ernst Rohrer. Dehio
1719–1720 Rastatt. Residenz. Heilige Stiege mit Sanktuarium als Anbau am nördlichen Gartenflügel. Nachbildung der Scala Santa an der Piazza San Giovanni in Laterano, Rom. Gensichen
1719–1723 Rastatt. Loretokapelle. Im Schlossgarten gelegene Nachbildung der «Casa Santa». Heute zerstört. Gensichen
1720 Rastatt. Vogelsches Haus. Neubau. Heute Heimatmuseum Herrenstrasse 11. Dehio
1720–1723 Rastatt. Residenz. Neubau der Hofkirche Heilig-Kreuz als nördliche Residenzverlängerung. Vorausgehend Bau der Heiligen Stiege. Dehio
1721–1725 Bulach bei Karlsruhe. Jagdschloss Scheibenhardt. Umbau eines Gebäudes (1699–1704) von Rossi. Dehio
1722–1724 Rastatt. Pagodenburg. Nach dem Vorbild der Pagodenburg im Schlossgarten von Nymphenburg. Dehio
1723–1726 Bruchsal. Residenz der Fürstbischöfe von Speyer. Ausbau Kammerflügel. Hofkirche. Grundlagenplanung Corps de Logis. Orangerie (Kavaliersbau). Damianstor. Kanzleigebäude und Remisenbauten. Alle Gebäude werden aussen nach 1945 rekonstruiert. Rekonstruktion im Innern nur im Mittelteil des Corps de Logis. Hofkirche durch modernen Umbau innen total zerstört. Rott
1723–1726 Kislau. Wiederaufbau des Schlosses der Fürstbischöfe von Speyer. Dreiflügelanlage mit mittelalterlichem Kern. Heute Strafvollzugsanstalt. Dehio
1725–1726 Waghäusel. Eremitage. Zentralbau und acht «Eremitenhäuser». Erweiterung mit vier Kavalierpavillons 1731 durch Balthasar Neumann. Heute teilzerstört in Industriebetriebsgelände. Dehio
1725–1728 Bruchsal. Schlossgarten. Vier Kavaliersbauten (Wohnungen). Als Kammerdienerwohnhaus, Hofjägerhaus, Hofkaplanhaus, Hofjägerhaus nach Plänen Rohrers bis 1728 fertig. Umgebaut erhalten. Rott
1726 Rastatt. Hofpfarrhausund Piaristenkloster. Der fünfachsige Bau wird 1728–1745 durch Joh. Peter Ernst Rohrer erweitert Dehio
1726 Ubstadt. Pfarrkirche St. Andreas. Planung. (Zuschreibung). Ausführung 1729-1739 durch Johann Georg Stahl. Dehio
1726–1730 Bruchsal. Rosentor. Hirschtor. Seminar und Landhospital. Bandhof. Pagerie. Alle Bauten heute nicht mehr vorhanden. Rott
1728-1733 Ettlingen. Schloss der Markgrafen von Baden. Wiederaufbau und Erweiterung. Als Altersitz der Markgräfin. Kapelle mit Fresken von  Cosmas Damian Asam. Dehio
1732-1733 Ettlingen. Pfarrkirche St. Martin. Neubau des Langhauses. Planung Rohrer. Gutachten Neumann. Dehio

 

  Johann Michael Ludwig Rohrer (1683–1732)  
  Biografische Daten        
  Geburtsdatum Geburtsort     Land  
  1683 Tissau (Otročín-Tisová)     Tschechien  
    Land 18.Jh.     Bistum 18.Jh.  
    Böhmen     Prag  
  Sterbedatum Sterbeort     Land  
  24. April 1732 Rastatt     Baden-Württemberg D  
    Land 18. Jh.     Bistum 18. Jh.  
    Markgrafschaft Baden-Baden     Strassburg  
  Kurzbiografie        
  Johann Michael Ludwig Rohrer lernt das Handwerk bei seinem Vater in Schlackenwerth, zur Zeit der dortigen Tätigkeit von Domenico Egidio Rossi. 1707 wird er als Nachfolger von Rossi Hofbaumeister der Markgräfin von Baden-Baden, welche die italienischen Meister gegen Fachkräfte aus ihrer böhmischen Heimat austauscht. Rohrer baut vor allem in der Markgrafschaft, ist aber während mehreren Jahren auch wichtiger Planer und Baumeister der Residenz Bruchsal.
Seine Hauptwerke
Rastatt: Schloss Favorite.
Rastatt: Residenz des Markgrafen von Baden-Baden, Fertigstellung und Bau der Hofkirche.
Bruchsal: Residenz, Schlossgarten, Damianstor.
Waghäusel: Eremitage.
    Rohrer1710  
  bio pdf werkliste     legende  
1710 zeichnet Johann Michael Ludwig Rohrer, jetzt Hofbaumeister in Rastatt, den Plan zum neuen Lustschloss Favorite. Unverkennbar ist der böhmische Einfluss auf die Architektur.
Quelle: Silib 1914. Vergrössern.