Das Halbkörperporträt zeigt Johann Caspar Bagnato im Alter von ungefähr 40 Jahren (1735).
Er sitzt an einem Tisch, in der Hand einen Kirchenplan haltend. Ein Reisswerkzug verweist auf seinen Beruf. Sein Gesicht ist dem Betrachter zugewendet. Die gütig blickende Augen und das energisch wirkende Gesicht wirken sympathisch. Er trägt eine natürlich wirkende Stutzperücke. Der leicht geöffnete Rock ist reich bestickt.
Der Maler dieses repräsentativen Porträts ist nicht bekannt.
Das Gemälde hängt in den Städtischen Sammlungen Biberach. (Öl auf Leinwand. Breite 64 cm, Höhe 80 cm). Hinten ist es mit Franz Anton Bagnato beschriftet und dient deshalb in der Wikipedia fälschlicherweise als Illustration der Biographie von Johann Caspar Bagnato.

Johann Caspar Bagnato (1696–1757)

Baumeister des Deutschen Ordens

Lebenslauf
Johann Caspar Bagnato wird am 13. September 1696 als dritter Sohn des Maurers Paul (Paolo) Bagnato aus Peccia im Tessin und seiner Ehefrau Anna Maria Stickelmeyer im pfälzischen Landau geboren. Die Reichsstadt ist seit 1680 unter französischer Herrschaft und wird bis 1691 vom Festungsbaumeister Vauban zur sternförmigen Festung umgebaut.[1] 1689 brennt die grosse spätmittelalterliche Stadt innerhalb der Festung vollständig nieder.[2] Der jetzt noch grössere Bedarf an Bauhandwerkern führt zu einem Zustrom von Fachkräften nach Landau. Darunter ist auch das Ehepaar Bagnato. 1690 wird hier der erste Sohn Paul Dominikus und 1693 der zweite Sohn Pantaleon geboren. Die Familie verlässt Landau schon um 1700 und zieht nach Speyer, wo der Vater 1704 nach einem Sturz vom Gerüst stirbt.[3] Die Mutter bleibt mit den Kindern in Speyer.[4] Sie stirbt 1735. Weder über das Verbleiben der beiden älteren Brüder noch über die Ausbildungswege von Johann Caspar ist bisher viel bekannt.[5] Er bezeichnet sich 1725 im Antrag auf das Bürgerrecht und Aufnahme in die Maurerzunft in Mergentheim als Maurer, Steinhauer und Landvermesser. Tätig ist er vor diesem Datum in Heilbronn, Affaltrach und Horneck.[6] Er ist auch schon Witwer, seine erste Ehefrau muss bei der Geburt des Sohnes Johann Michael (um 1724) verstorben sein.
Im Vermögensverzeichnis führt Bagnato auch sieben Rissbücher oder Architekturtraktate auf, was ein Selbststudium des 29-Jährigen belegt. 1727 wird ihm die Aufnahme in Mergentheim wegen zu wenig Vermögen verweigert. Sein Fürsprecher Freiherr von Roll zu Bernau, Komtur in Horneck und Hofratsvizepräsident in Mergentheim, empfiehlt ihn jetzt dem Statthalter und späteren Landkomtur in Altshausen, Franz Ignaz Anton von Reinach. Bagnato dürfte im gleichen Jahr von Mergentheim nach Ravensburg gezogen sein.
Erst 1729 wird er in der Reichsstadt Ravensburg anlässlich seiner erneuten Heirat mit der Bürgerstochter Maria Anna Walser erwähnt.[7] Bagnato, der ja schon seit 1727 in Ravensburg lebt, wird in der Heiratsurkunde mit «aedilis altschusianus» (Baumeister des Deutschen Ordens in Altshausen) bezeichnet. Das Ehepaar verpflichtet sich in einem Kautionsbrief für die Haftung von Bauschäden aus seiner Tätigkeit für den Deutschen Orden. Sie nehmen jetzt  Wohnsitz in Altshausen. 1731 erhält die Familie auch das Bürgerrecht in Ravensburg. Mit der zweiten Ehefrau Maria Anna hat Bagnato sieben Kinder, von denen zwei Töchter und ein Sohn das Erwachsenenalter erreichen. Sein erster Sohn stirbt «übel beleumdet» in noch jungen Jahren in Italien. Hingegen wird der zweite Sohn Franz Ignaz Anton (1731–1810) selbst erfolgreicher Baumeister des Deutschen Ordens.
Die zweite Ehefrau Maria Anna stirbt 1740 bei der Geburt der Tochter Maria Magdalena Angeli. 1756 verheiratet sich Bagnato erneut.[8] Seine Gesundheit hat inzwischen durch die dauernde Reisetätigkeit stark gelitten. Die Gichtanfälle nehmen zu. Vor allem das Reiten von Baustelle zu Baustelle wird immer beschwerlicher. Vermehrt ist er auf die Kutsche angewiesen. Während einer Bauinspektion auf der Kommende Mainau erliegt er am 15. Juni 1757 einem Krankheitsanfall. Er wird auf der Mainau begraben.

Der Deutsche Orden als Bauherr
1729 verpflichtet sich Johann Caspar Bagnato als Baumeister des Deutschen Ordens, mit Zuständigkeit für die Ballei Elsass-Burgund. Die Ballei wird vom Landkomtur in Altshausen verwaltet. Als Landkomture amten 1730–1735 Franz Ignaz Anton Freiherr von Reinach, und 1735–1757 Philipp Joseph Anton Eusebius Freiherr von Froberg. Die beiden Landkomture stehen der grössten Ballei des Deutschen Ordens vor. Altshausen ist im 18. Jahrhundert Zentrum von acht Komtureien, drei davon liegen im französisch beherrschten Elsass. Die Bauten in den Herrschaftsgebieten dieser Komtureien unterstehen im streng militärisch organisierten Orden der Genehmigung des Hoch- und Deutschmeisters. Zuständig für die Planungen ist der Landkomtur, wichtigste Bezugspersonen Bagnatos bei Neubauten sind aber die Komture der einzelnen Niederlassungen.
Für seine Dienste als Ordensbaumeister erhält Bagnato ein Jahresgehalt von 300 Gulden sowie Naturalleistungen.[9] Er verpflichtet sich mit Kautionsvertrag als entwerfender Architekt, als Verfasser von Kosten- und Materialberechnungen, als Organisator der Baustellen und für deren Aufsicht. Somit wäre seine Tätigkeit mit dem des heutigen Architekten vergleichbar. Sein Einkommen kann er mit der Übernahme grösserer Bauvorhaben im Generalakkord aufbessern. Wie der heutige Generalunternehmer baut er mit dem entsprechenden Risiko, aber meist mit Gewinn. Er schliesst diese Baumeister-Generalakkorde für jedes Bauwerk einzeln ab.

Weitere Bauherren
Bagnato ist nicht nur für den Deutschen Orden tätig. Aus dem Geflecht der verwandtschaftlichen Beziehungen des niederen Adels erwachsen ihm durch Empfehlungen neue Aufträge. So vermittelt ihm Freiherr von Gymnich, der Statthalter des Malteserordens in deutschen Landen, die Bauaufträge der Johanniterkommenden von Leuggern (1737), Mainz (1742), Tobel (1744), Klingnau und Heitersheim (1749).[10] Familiäre Beziehungsgeflechte von Mitgliedern der Freiherren von Schönau, ausgehend vom Komtur der Mainau, führen zu den grossen Aufträgen des Damenstifts in Säckingen.[11] Der Landkomtur von Altshausen, Freiherr von Reinach, ist Bruder des Fürstbischofs von Basel.[12] Mit Ausnahme von Planungen für die Residenz in Pruntrut und dem Neubau des Rathauses in Delsberg sind die Aufträge im Hochstift Basel allerdings bescheiden. Nur wenig grösser sind die Aufträge für das Hochstift Konstanz. Umso mehr fallen die grossen Bauaufgaben für die Prämonstratenser-Reichsabtei Obermarchtal unter Abt Edmund II. Sartor und die Bauten für die Benediktinerabtei St. Blasien unter den Äbten Franz II. Schächtelin und Meinrad Troger ins Gewicht. Auch die Äbte der Reichsabtei Salem und der Fürstabtei St. Gallen nehmen die Dienste des Ordensbaumeisters in Anspruch.
Diese Aufträge ausserhalb der Bautätigkeit für den Deutschen Orden sind vom Bauvolumen sogar bedeutend grösser. Bagnato arbeitet für diese Aufträge in der gleichen Art wie für den Deutschen Orden, kann aber seine Vorbereitungsarbeiten in den Akkord einrechnen. Für die Bauherren ausserhalb des Deutschen Ordens ist er damit Totalunternehmer. Reine Planungen, auch grössere wie für die Stiftskirche St. Gallen, muss er allerdings als Kavaliersgeschenk abbuchen.

Die Mitarbeiter Bagnatos
Bagnato betreibt kein eigentliches Baubüro mit festem Mitarbeiterstab, wie dies von seinem berühmten Zeitgenossen Balthasar Neumann in Würzburg bekannt ist. Er ist ein Einmann-Betrieb. Umfangreiche Präsentationsplanungen lässt er bei befreundeten Künstlern erstellen. Er ist, wie er selbst schreibt, bei seinen Arbeiten immer «in Eill» und muss die Baustellen straff organisieren. Deshalb bevorzugt er für Stuck, Fresken und Ausstattung sichere und erfahrene Meister. Für die wichtigsten Stuckaturarbeiten zieht er fast ausschliesslich Francesco Pozzi mit seinen Söhnen aus Castel San Pietro bei.[13] Für die Bildhauerarbeiten ist dies Joseph Anton Feuchtmayer aus Mimmenhausen.[14] Als Freskanten schätzt Bagnato vor allem Franz Joseph Spiegler,[15] arbeitet aber in den letzten zehn Jahren nur noch mit Joseph Ignaz Appiani zusammen.[16]

Bagnatos Architektur
Für die Konzeptplanungen von neuen Kommenden bevorzugt Bagnato die freie Stellung der einzelnen Bauten in der additiven französischen und holländischen Art, wie er sie vielleicht vom Residenzneubau in Ludwigsburg sogar direkt kennt.[17] Damit können die Bauvorhaben auch etappenweise begonnen werden und entsprechen so den Intentionen der Landkomture, welche bei Baubeginn kaum je über die notwendigen Finanzen verfügen und sich deshalb für Etappierungsmöglichkeiten dankbar zeigen. Die Gebäude selbst sind, wieder vergleichbar mit Ludwigsburg oder Bruchsal, dem süddeutschen oder österreichisch-böhmischen Bauschaffen näher als dem klassizistischen französischen Barock. Bagnato gestaltet die Fassaden aller seiner Gebäude immer sehr sorgfältig durch. Wo bei Profanbauten noch französische Einflüsse spürbar sind, fehlen diese bei den Sakralbauten weitgehend. Klar orientiert er sich hier an den schwäbischen Kirchenbauten der Herkomer-Schüler Johann Georg Fischer und Christian Wiedemann.

Ein Auswahl wichtiger Werke von Johann Caspar Bagnato

In der Werkliste sind über 60 gesicherte Werke von Johann Caspar Bagnato aufgeführt. Einige wenige dieser Werke und eine nicht verwirklichte Planung sollen hier in chronologischer Folge näher beschrieben werden.

Kommende Altshausen 1729–1753
1727 erteilt der Hoch- und Deutschmeister die Genehmigung für eine neue Schlossresidenz der Landkommende der Ballei Elsass-Burgund des Deutschen Ordens.[18] Der Gesamtplan muss also schon zwei Jahre vor dem Baubeginn vorgelegen haben. Dieses erste bekannte Projekt des 31-jährigen pfälzischen Baumeisters zeigt keine Unsicherheiten und ist derart überzeugend, dass Bagnato seine «Schöpfungen gleich mit einem Paukenschlag»[19] einsetzt. Er belässt den bestehenden barocken «Neuen Bau» (1655–1710) als südwestlichen Flügel einer dreiflügeligen, 200 Meter langen Umfassung eines neuen Eingangshofes. Nordwestlich dieses Hofes ist die mit dem Ehrenhof nach Südosten gerichtete dreiflügelige Residenz geplant. Sie wird beidseits von zwei pavillonartig freigestellten Gebäuden, der Ordenskirche und der Reitschule, flankiert. Die Disposition der Bauten ist additiv. Bis 1736 kann der lange südöstliche Flügel mit dem Torgebäude, der Nordostflügel mit dem Marstall und die freistehende Reitschule gebaut werden. Dann geht das Geld aus. Nur die Beamtenhäuser südlich des Torflügels werden noch erstellt. Die eigentliche Schlossanlage in der Achse des Torturms bleibt Idealplanung. Sie ist in der Vogelschauansicht des Ebenisten Franz Josef Denner beeindruckend dargestellt.[20] Schon 1748 ist ihr Bau oder die Vollendung der Gesamtanlage kein Thema mehr. Denn nun wird die alte Schlosskirche durch Bagnato umgebaut. Ihre Lage verhindert auch eine Veränderung der Schlossbauten des 15. und 17. Jahrhunderts. In ihnen wohnt heute «Seine königliche Hoheit» Carl Herzog von Württemberg.

Kommende Mainau 1732–1756
1732 legt Bagnato den Repräsentationsplan für die Neubauten der Kommende auf der Insel Mainau vor.[21] Er zeigt anstelle der alten Burg eine neue Dreiflügelanlage mit westlichem Ehrenhof. Dieser wird durch den ebenfalls neuen Marstall begrenzt. Südlich liegt die neue Schlosskirche.
Im gleichen Jahr kann er mit dem Bau der Schlosskirche beginnen. Sie ist sein erster Sakralbau. Mit wenigen Abweichungen ist der hier schon formvollendete Kirchentypus bei seinen späteren Kirchenbauwerken wieder zu finden. Bagnato vereinigt darin Anregungen aus dem Füssener Herkomer-Kreis. Er sorgt auch für den Beizug hervorragender Künstler. Der Stuckateur Francesco Pozzi und der Altarbauer Johann Anton Feuchtmayer arbeiten dabei nach seinen Entwürfen. Die Kirche kann 1739 geweiht werden. Auch der im 19. Jahrhundert abgebrochene Marstall ist inzwischen vollendet. Erst jetzt wird der Schlossbau begonnen. Die kompakte Dreiflügelanlage mit drei Geschossen ist fränkisch-böhmisch beinflusst.[22]  Sie kann sich heute kaum neben dem neuen, südlich vorgebauten, monströsen und auffällig gerundeten Glasgebilde behaupten.[23]

Kommende Rixheim 1733–1745
Nicht nur im Typus der additiven Zusammenfügung von Einzelbauten, sondern auch in der Architektur ist der Neubau der Kommende Rixheim französisch geprägt. Bagnato setzt beidseits des zweigeschossigen Corps de Logis zwei eingeschossige Flügelbauten. Das Corps de Logis kann seine Herkunft von den bekannten «maisons de plaisance» nicht verleugnen. Ungewöhnlich, angesichts der ungelösten Dachübergänge auch unverständlich, ist die Verlängerung der eingeschossigen Flügelbauten an die Seitenfassaden des Corps de Logis. Die Flügelbauten werden nach 1797 von der Papiermanufaktur Zuber um weitere Geschosse erhöht, sodass das heutige Bild des Ehrenhofs nicht mehr ursprünglich ist.

Pfarrkirche St. Remigius in Merdingen 1738–1741
Die Pfarrkirche von Merdingen ist die ausgewogenste Lösung der von Bagnato neu gebauten Landkirchen. Ihre Grundrissdisposition gleicht der Kirche auf der Mainau. Merdingen ist aber ein Drittel grösser. Der Innenraum wird wieder von Francesco Pozzi, Joseph Anton Feuchtmayer und Franz Joseph Spiegler gestaltet. Er wirkt, verglichen etwa mit der gleichzeitig gebauten Kirche in Oberammergau von Joseph Schmuzer, architektonisch und farblich ausgewogen, wenn auch weniger reich in der Ausstattung. Bagnato zeigt auch mit der äusseren Gestaltung architektonische Meisterschaft.

Arbeiten für St. Gallen 1746–1750:
Das Kornhaus in Rorschach und Planungen für den Neubau der Stiftskirche

Mit dem 1746 abgeschlossenen Vertrag für den Neubau des Kornhauses in Rorschach kommt Bagnato in Kontakt mit dem St. Galler Fürstabt Coelestin II. Der Bau am Bodenseeufer, von wahrhaft fürstlichem Gepräge, ist Ende 1748 bezugsbereit. Bagnato bleibt mit dem Fürstabt weiter in Kontakt, und 1750 erhält der aus Bischofszell angereiste Baumeister den Auftrag zur Ausarbeitung eines Konkurrenzprojektes für die Stiftskirche in St. Gallen. Ausgehend von einem 1730 erstellten Projekt des Vorarlbergers Johann Michael Beer II von Bleichten erarbeitet er in Gemeinschaft mit Joseph Anton Feuchtmayer einen ausgereiften und überzeugenden Entwurf. Konkurrent ist Peter Thumb, der dann die Kirche nach einer Überarbeitung von Bagnatos Entwurf auch ausführen kann.[24] Ob er dies der Fürsprache seines Schwagers Johann Michael Beer oder dem bewussten Rückzug Bagnatos wegen Arbeitsüberlastung oder Krankheit zu verdanken hat, ist unklar. Jedenfalls glaubt der Fürstabt bei der Akkordvereinbarung 1755, dass Bagnato bereits verstorben sei.

Kloster Obermarchtal 1747–1757
Mit dem Auftrag für die Vollendung der Konventbauten in Obermarchtal erhält Bagnato 1747 den umfangmässig grössten Auftrag. Das schon seit 1686 bestehende Projekt von Michael Thumb ist inzwischen bis auf einen Teil des Nordflügels und des ganzen Ostflügels zum grossen Teil gebaut. Bagnato hält sich mit den Neubauten an die Vorgaben Beers. Die beiden Eckflügel Bagnatos unterscheiden sich nur durch die schon klassizistisch anmutenden Schweifgiebel von den vier Jahrzehnten zurückliegenden Vorarlberger-Giebellösungen am Westflügel. Ein eigenständige Schöpfung Bagnatos ist hingegen der östliche Mittelrisalit mit den darin enthaltenen grossen Sälen. Hier wirkt wieder die Stuckaturwerkstatt Pozzi, nun aber mit dem Freskanten Appiani. Bagnato kann auch die Wirtschaftsgebäude gegenüber der Kirche und die grosse Gartenanlage bauen.[25]

Damenstiftskirche Lindau 1748–1751
Im Stadtbrand von 1728 werden auch die Stiftsgebäude und die romanische Stiftskirche des adeligen Damenstiftes zerstört. Die Äbtissin lädt nun vier Baumeister zu einem Neubauprojekt ein. Die Projekte sind erhalten. Architektonisch aussergewöhnlich ist dasjenige von Johann Michael Beer, der eine Anlage in T-form mit begleitenden Pavillons eingibt. Die Äbtissin wählt aber aus praktischen Überlegungen und wohl zu Recht das Projekt Christian Wiedemanns, das den konventionellen Klostertypus mit Innenhof und die Kirche als Teil des Nordflügels repräsentiert. Da die adeligen Stiftsdamen kein Geld haben, kann Wiedemann 1732−1734 nur den Ost- und Südflügel erstellen. Die Kirche bleibt 20 Jahre Ruine. Erst 1747 überträgt die Äbtissin Theresia Wilhelmine von Polheim den Wiederaufbau an Johann Caspar Bagnato. Er übernimmt den Wiederaufbau für 14 000 Gulden im Generalakkord. Im Gegensatz zum Projekt Wiedemann gestaltet Bagnato das Langhaus unter Belassung der Aussenmauern als festlichen Wandpfeiler-Emporensaal.[26]  Die Stuckaturen von Pozzi sind heute nur noch rekonstruiert erhalten und die Fresken von Appiani durch neue Malereien ersetzt, da die Kirche 1922 wieder ausbrennt und die anschliessend rekonstruierte Decke 1987 nochmals einstürzt.

Glockenturm der Stiftskirche Salem 1755–1756
1750–1753 baut Bagnato den gotischen Chor der Zisterzienser-Stiftskirche von Salem derart klug um, dass man die Lösung heute als «Denkmalpflege avant la lettre» bezeichnen muss. Er nimmt sich jetzt auch der diversen Turmprojekte der Abtei an und kann mit einem Vierungsturm auch die Gegner überzeugen. In Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Joseph Anton Feuchtmayer plant er eine Zimmermannskonstruktion mit einem Glockenstuhl für 16 Glocken. Das Holzmodell ist erhalten. Die Ausführung erfolgt 1755–1756. Der statisch untadelig konstruierte Turm wird 1807 vom badischen Markgrafen, dem neuen Besitzer von Salem, wegen Besorgnissen um «die ungeheure Last dieses Turmgebäudes» abgetragen. Erst jetzt, nach dem Wegfall des Kirchensymbols, kann die neue Bezeichnung «Schloss» für die ehemalige Abtei überhaupt breite Akzeptanz finden.[27]

Pius Bieri 2015

Literatur:
Gubler, Hans Martin: Johann Caspar Bagnato. Sigmaringen 1985.
Fendler, Rudolf: Johann Caspar Bagnato. Landau 1996.

Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Caspar_Bagnato

Anmerkungen:
[1] 1702 erobern die Kaiserlichen die Festung, 1703–1704 und 1713 bis 1814 ist sie französisch, dann österreichisch, 1816–1918 bayrisch, dann wieder französisch bis 1930. 1945–1949 ist sie zum letzten Mal unter französischer Besatzung.

[2] Die alte Reichsstadt wird wahrscheinlich von den Festungsbauern selbst angezündet. Jedenfalls ist der Brand willkommener Anlass für eine kriegsgerechtere Neubebauung.

[3] Sterbebuch der Dompfarrei Speyer 7. April 1704.

[4] Die Daten zur Herkunft und zu Speyer aus: http://www.artistiticinesi-ineuropa.ch/deu/mastri-bag-bar-deu.html.

[5] Die Muttersprache von Johann Caspar Bagnato ist Deutsch. Die noch immer verwendete Italienisierung des Vornamens (Giovanni Caspare) ist falsch. Die Schulen besucht er sicher in Speyer. Sein schriftliches Deutsch weist allerdings auf eine rudimentäre Schulbildung hin. Um 1709–1712 geht er in die Lehre, vermutlich bei einem Baumeister der Region. Arbeitet er dann unter Nette und Frisoni auf der Grossbaustelle in Ludwigsburg? Zwischen 1714 und 1715 wird dort auch Christian Wiedemann vermutet. Indizien für eine gleichzeitige Anwesenheit in Ludwigsburg bilden die späteren Planungen Bagnatos.

[6] Siehe Werkliste. Eine Paliertätigkeit zwischen 1718 und 1725 beim Ordensbaumeister der Ballei Franken, Franz Keller (1682–1724), die sein Biograph Martin Gubler vermutet, ist damit erhärtet, allerdings nicht in Ellingen, sondern in Horneck und Heilbronn. In Horneck ist 1724–1728 Johann Baptist von Roll zu Bernau (1683–1733) Komtur. Von Roll ist gleichzeitig Hofratsvizepräsident in Mergentheim und Vertrauter des Kurfürsten Clemens August von Bayern in Bonn, der 1732 zudem Hoch- und Deutschmeister wird. Verbindungen zur Ballei Elsass-Lothringen sind durch seinen Bruder (1723–1728 Komtur zu Rixheim, 1736–1743 auch zu Mainau), aber vor allem durch die Verwandtschaft mit dem Statthalter in Altshausen und späteren Landkomtur Franz Ignaz Anton von Reinach gegeben.

[7] Maria Anna Walser (1702–1740), Tochter des städtischen Waldmeisters Johann Baptist Walser.

[8] Mit Maria Rosa Buol aus Obernheim, Nichte des dortigen Pfarrers und Bauherrn. Über sie ist nichts bekannt. Auch vom Kind aus dieser dritten Ehe, Maria Anna (geboren 1757) ist nichts überliefert.

[9] 300 Gulden entsprechen zwar dem doppelten Jahreseinkommen eines Maurer-Paliers. Siehe dazu die Lohnvergleiche im Glossar. Allerdings bessert Bagnato mit weiteren derartigen Verpflichtungen sein Gehalt auf. So ist er mit dem gleichen Jahresgehalt auch in Rixheim angestellt.

[10] Johann Ignaz Wilhelm Freiherr von Gymnich (1687–1752), Statthalter des Malteserordens in deutschen Landen, Grossprior von Dacien, Bailli der Mark Brandenburg, Komtur zu Leuggern, Würzburg und Niederweyssel, Generalfeldmarschall in Mainz, kurmainzischer und kaiserlicher Geheimrat. Die Bezeichnung Grossprior von Dacien (Dänemark) und Bailli der Mark Brandenburg sind Ehrentitel, denn diese Länder sind seit der Reformation verloren.

[11] Deutschordenskomtur auf der Mainau ist 1731–1736 Franz Reinhard Freiherr von und zu Schönau (1695–1736).
Ein Verwandter ist 1736–1746 Komtur in Beuggen. Weitere Verwandte sind Johanniterkomture zu Dorlisheim und Tobel. Franz Ignaz Ludwig von Schönau-Zell (1703–1778) ist Grossmeier des Stiftes Säckingen. Fidel Joseph Franz Anton von Schönau zu Wehr (1694–1759) ist Vogt für die Grafschaft vorderösterreichischer Hauenstein mit Sitz in Waldshut.

[12] Franz Ignaz Anton Freiherr von Reinach (1686–1735) ist 1730–1734 Landkomtur der Ballei Elsass-Burgund. Sein Bruder Joseph Jacob Sigismund Freiherr von Reinach (1683–1743) ist 1737–1743 Fürstbischof von Basel.

[13] Francesco Pozzi (1704–1789) aus Castel San Pietro. Siehe Biographie.

[14] Joseph Anton Feuchtmayer (1696–1770), aus Mimmenhausen bei Salem.

[15] Franz Joseph Spiegler (1691–1757), aus Wangen im Allgäu. Siehe Biographie.

[16] Joseph Ignaz Appiani (1706–1785), aus Porto Ceresio. Siehe Biographie.

[17] Vergleiche mit den Planungen für Bruchsal (1721, Maximilian von Welsch) oder für Ludwigsburg (1707, Johann Friedrich Nette). Siehe Werkblatt Bruchsal und Ludwigsburg.

[18] Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg ist 1694–1732 Hoch- und Deutschmeister, seit 1729 auch Kurfürst von Mainz und Reichserzkanzler. Sein Wappen ist am «Neuen Schloss», dem 1710 von P. Christoph Gessinger umgebauten Südwest-Flügel enthalten.

[19] Hans Martin Gubler 1985.

[20] Franz Josef Denner (1734–1811), siehe Abbildung in Werkblatt Altshausen.

[21] Der Plan liegt im Zentralarchiv des Deutschen Ordens in Wien. Die Inschrift Bagnatos, in verständlicheres Deutsch übertragen, lautet: «Die Kommende Mainau des hohen Deutschen Ordens, auf einer hoch erhabenen Insel im Bodensee gelegen, die Gebäude auf Sandstein-Felsen stehend; mit einer Darstellung aller Gebäude samt den Wällen und Bastionen, wie diese die Kommende umgeben, wobei die alten Grundrisse in Rot und die neuen oder veränderten Grundrisse in Blau dargestellt sind, so wie diese eingerichtet werden sollen, gezeichnet durch J:C:Bagnato». Der Plan muss gemäss Hans-Martin Gubler mit 1732 oder vorher datiert werden, trotz des erst nach 1736 eingefügten Wappen des Komturs von Roll.
> Gehe zu Plan Mainau 1732. Siehe auch das Werkblatt Kommende Mainau.

[22] In Frankreich, auch in der Literatur, sind kompakte Dreiflügelanlagen im 18. Jahrhundert selten, und selbst dann nur als zweigeschossige Gebäude (Beispiel Clagny). Sturm stellt 1722 in seinem Traktat die zweigeschossige Dreiflügelanlage des Schlosses in Neustadt-Weiden vor. Der klassizistisch-französische Barock dieses Schlosses demonstriert deutlich die unterschiedlichen  Architekturauffassungen.

[23] Es ist ein Palmenhaus. Der Gemeinderat Konstanz, offensichtlich dem Adel und der Tourismusförderung mehr verpflichtet als den berechtigten Anliegen der Umweltverbände und der Denkmalpflege, erteilt 2008 eine nachträgliche Bewilligung für den zeitlichen Bestand bis 2016 und stösst damit seine ursprüngliche (bereits genügend unverständliche) Bewilligung für ein jeweiliges Winterprovisorium um. Man darf annehmen, dass er 2016 auch die Verlängerung bewilligt.

[26] Er kann damit die schwachen ehemaligen Seitenschiffwände ohne weitere Verstärkungen hochführen.

[27] Siehe dazu die Ausführungen im Werkblatt Salem.

Archivalisch gesicherte und gebaute Werke von Johann Caspar Bagnato

Quelle: Hans Martin Gubler. Liste ohne kleinere Umbau- und Reparaturaufträge.

Jahr Ort, Bauwerk Beschrieb Herrschaft, Bauherr 18. Jh.
1729 Ravensburg.
Baden-Württemberg (D).
Bauhütte Marienplatz / Kirchstrasse.
Neubau.
Bagnato plant und leitet den Bau. Als Gegenleistung Aufnahme von Sohn Michael ins Bürgerrecht.
Nur stark umgebaut erhalten.
Reichsstadt Ravensburg.
BH: Stadt Ravensburg.
1729–
1731
Ravensburg.
Baden-Württemberg (D). Altshauser Hof. Neubau.
Heute Eisenbahnstrasse 35.
Umbauten als Postamt 1825, 1852 in ein Wohnhaus. 1966 im Äusseren wieder barockisiert. Innenräume modern. Reichsstadt Ravensburg.
BH: Deutscher Orden. Landkomtur Freiherr Franz Ignaz Anton von Reinach.
1729–
1736
Altshausen. Kreis Ravensburg.
Baden-Württemberg (D).
Deutschordens-Landkommende. Neubauten. Heute Schloss.
Siehe dazu den Werkbeschrieb
.
Idealprojekt (nach 1727).
Davon werden ausgeführt:
Marstall 1729–1731. Torhaus mit Flügelbauten 1731–1732. Reitschule und Kornschütte 1733 .
Deutscher Orden.
BH: Landkomtur Franz Anton Ignaz Freiherr von Reinach.
1730–
1733
Friedberg bei Saulgau.
Kreis Sigmaringen. Baden-Württemberg (D). Pfarrkirche St. Maria Magdalena. Neubau.
Wahrscheinlich ist nur die Bauausführung von Bagnato. Die Kirche wird 1863 und 1919 völlig umgestaltet. Grafschaft Friedberg.
BH: Joseph Wilhelm Eusebius von Waldburg.
1732–
1733
Zurzach. Kanton Aargau (CH). Chorherrenstift St. Verena.
Barockisierung der Stiftskirche.
Dezente Barockisierung des gotischen Verenamünsters. Restauriert 1976 und 2009-2012. Eidgenössische Vogtei Baden.
BH: Propst Karl Joseph Ludwig Bessler von Waltingen.
1732–
1756
Mainau. Baden-Württemberg (D).
Deutschordens-Kommende.
Neubau Ordenskirche 1732-1739.
Neubau Stallungen 1733–1739.
Neubau Schloss 1739–1756.
Siehe dazu den Werkbeschrieb.
Komture der Mainau sind:
Freiherr von Schönau und
Freiherr von Baden zu Liel.
Stuck: Pozzi. Altäre: Feuchtmayer. Fresken: Spiegler.
Deutscher Orden.
BH: Landkomturen Franz Anton Ignaz Freiherr von Reinach und Philipp Joseph Anton Eusebius Freiherr von Froberg.
1733–
1737
Messkirch. Kreis Sigmaringen.
Baden-Württemberg (D).
Schloss und Schlosskirche.
Kapelle St. Johann Nepomuk. Neubau.
Marstall und Kutschenremise. Neubau.
Kapelle (Zentralraum) 1733–1734. Stuck, Fresken und Altäre von Egid Quirin und Cosmas Damian Asam. Neubauten beim Schloss 1736–1737. Bauausführung Johann Georg Brix. Fürstentum Fürstenberg.
BH: Fürst Froben Ferdinand von Fürstenberg.
1733–
1745
Rixheim. Haut-Rhin. Elsass (F).
Deutschordens-Kommende. Neubau.
Das Corps de Logis ist heute Rathaus (Hôtel de Ville) und Tapetenmuseum.
Dreiflügelanlage. Marstall- und Dienstbauten beidseits des Ehrenhofs. Flügel 1891 als Papierfabrik eingerichtet.[1] Königreich Frankreich.
BH: Deutscher Orden. Landkomturen Freiherr von Reinach und Freiherr von Froberg.
1734–
1755
Ebersbach bei Altshausen.
Kreis Ravensburg.
Baden-Württemberg (D). Pfarrkirche St. Michael. Neubau.
Innenumbauten 1870 und 1927 zerstören Barockausstattung, auch Altäre von J. A. Feuchtmayer. Deutscher Orden.
BH: Landkomtur Franz Anton Ignaz Freiherr von Reinach.
1736 Arnegg. Heute Stadt Blaustein. Alb-Donau-Kreis.
Baden-Württemberg (D).
Pfarrkirche St. Maria.
Neubauähnlicher Umbau, der von Bagnato nur überwacht wird. Ausführung durch einheimische Maurermeister. BH: Deutscher Orden und Klarissinnen-Reichsabtei Söflingen.
1736 Hohenfels bei Stockach.
Kreis Konstanz.
Baden-Württemberg (D).
Schloss und Mühle.
Kleinere Umbauarbeiten. Umgestaltung des Schlosses erst 1760–1762 durch Franz Anton Bagnato. Deutscher Orden.
Herrschaft Hohenfels.
BH: Landkomtur Freiherr von Froberg.
1737–
1738
Zuzgen. Kanton Aargau (CH).
Pfarrkirche St. Georg, seit 1878 Christkatholisch. Neubau.
Kleine Dorfkirche.
Baumeisterakkord 700 Gulden.
Restaurierung 1968.[2]
Vorderösterreich.
BH: Damenstift Säckingen.
Fürstäbtissin M. Josepha Regina von Liebenfels.
1737–
1739
Dillingen an der Donau.
Bayern (D).
Fürstbischöfliche Residenz. Umbau. Ausbau. Neubau Toranlage.
Akkordübernahme für 1500 Gulden. Stuck von Pozzi, der hier direkt verrechnet. Öfen aus Steckborn für 250 Gulden. Hochstift Augsburg.
BH: Fürstbischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg.
1737–
1742
Leuggern. Kanton Aargau (CH). Johanniter-Kommende. Um- und Neubauten. Umbau Ordenskirche St. Peter und Paul. Neubau Schulhaus. Umbau Pfarrhaus und Sigristenhaus. Die Kommende wird 1895 in ein Altersheim und 1959 in ein Spital umgebaut und die Kirche 1853 durch einen neugotischen Bau ersetzt. Eidgenössische Vogtei Baden.
BH: Statthalter in Heitersheim
Komtur Johann Ignaz Wilhelm von Gymnich.
1738 Oberhausen-Rheinhausen.
Kreis Karlsruhe.
Baden-Württemberg (D).
Pfarrkirche St. Ulrich.
Bagnato erstellt Projekt. Die Ausführung erhält Baumeister Schnell. 1883 Verlängerung mit Querhaus. Vorderösterreich.
BH: Pfarrgemeinde Oberhausen (Bauträger Deutscher Orden 1/3 und Gemeinde 2/3).
1738–
1739
Zell im Wiesental. Kreis Lörrach. Baden-Württemberg (D).
Pfarrkirche St. Fridolin. Neubau Langhaus.
Die Kirche brennt 1818 ab und wird 1823 durch einen Neubau ersetzt. Über den Bau von Bagnato fehlen die Bildquellen und Belege. Vorderösterreich.
BH: Damenstift Säckingen.
Fürstäbtissin M. Josepha Regina von Liebenfels.
1738–
1740
Allensbach. Kreis Konstanz.
Baden-Württemberg (D).
Gemeinmärk-Hof. Neubau.
«Gmeinwerkerhof» zwischen Markelfingen und Kaltbrunn, heute modernisiert in Freizeitpark. Hochstift Konstanz.
BH: Domstift Konstanz.
1738–
1741
Merdingen.
Kreis Breisgau-Hochschwarzwald.
Baden-Württemberg (D).
Pfarrkirche St. Remigius. Neubau.
«Architektur und Ausstattung von höchster Qualität» (Dehio). Stuck: Pozzi. Fresken und Altarblätter: Spiegler. Altäre: Feuchtmayer.  Vorderösterreich.
BH: Pfarrgemeinde Merdingen. (Bauträger Deutscher Orden 1/3 und Gemeinde 2/3).
1738–
1743
Laufenburg. Kanton Aargau (CH).
Pfarrhaus. Neubau.
Das Pfarrhaus an Steillage über dem Rhein hat durch mehrere Renovationen seine barocke Gliederung verloren. Vorderösterreich.
BH: Damenstift Säckingen. Fürstäbtissin M. Josepha Regina von Liebenfels.
1740 Markdorf. Bodenseekreis.
Baden-Württemberg (D). Schwarzes oder Langes Haus. Umbau.
Nur Gebäudehülle modernisiert erhalten. Hochstift Konstanz.
BH: Fürstbischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg.
1740-
1741
Säckingen. Heute Bad Säckingen. Kreis Waldshut.
Baden-Württemberg (D).
Damenstiftskirche. Chorumbau und Portalvorbau.
Siehe dazu den Werkbeschrieb
.
Bagnato prägt mit seinen Umbau- Massnahmen am Chor und an der Westfront das heutige Bild der Stiftskirche. Vorderösterreich.
BH: Damenstift Säckingen.
Fürstäbtissin M. Josepha Regina von Liebenfels.
1740–
1750
Altshausen. Kreis Ravensburg. Baden-Württemberg (D).
Deutschordens-Landkommende. Neubau Beamtenhäuser.
Siehe dazu den Werkbeschrieb.
Vier Beamtenhäuser südlich gegenüber dem Torgebäude werden bis 1750 erstellt, das asymmetrische fünfte baut Franz Anton Bagnato 1805. Deutscher Orden.
BH: Landkomtur Philipp Joseph Anton Eusebius Freiherr von Froberg.
1741-
1742
Andlau. Bas-Rhin. Elsass (F).
Deutschorden-Landkommende..
Neubauten.
1741 Bau von Kapelle und Trotte. 1752 Planung des Corps de Logis, das aber erst 1781–1787 von Franz Anton Bagnato gebaut wird.[3] Königreich Frankreich.
Deutscher Orden.
BH: Komtur Wilhelm Jakob Freiherr von Breitenlandenberg.
1741–
1742
Wegenstetten.
Kanton Aargau (CH).
Pfarrkirche St. Michael. Neubau.
Einfache Landkirche. Fresken von Manninger 1985.[4] Vorderösterreich.
BH: Damenstift Säckingen.
Fürstäbtissin M. Josepha Regina von Liebenfels.
1742–
1745
Delsberg-Delémont.
Kanton Jura (CH).
Hôtel de Ville (Rathaus). Neubau.
Planung 1741. Akkordausführung ab 1743 für 6600 Livres (3300 Gulden). Das Rathaus wird 1868 durch Aufstockung verändert. Stuck von Pozzi. Hochstift Basel.
BH: Statthalter Joseph Wilhelm Rinck von Baldenstein.
1742–
1748
Mainz. Rheinland-Pfalz (D).
Johanniter-Kommende zum Hl. Grab. Neubau.
Heute Bischöfliches Ordinariat.
Corps de Logis mit flankierenden Hofbauten. Entwurf 1737.[5]
Stuck: Pozzi. Fresken: Appiani. Zerstörung 1944. Heutige Gebäude entsprechen nicht dem Vorkriegszustand.
Kurfürstentum Mainz.
BH: Johann Ignaz Wilhelm von Gymnich, als Statthalter des Grosspriors und Komtur zu Mainz.
1742–
1750
(um)
Hirsingen-Hirsingue. Haut-Rhin. Elsass (F).
Schlossresidenz.
Die Schlossanlage mit Corps de Logis und zwei Flügelbauten (ähnlich der Komturei Tobel) wird 1789 von revolutionären Bauern zerstört. Königreich Frankreich. Mazarinische Herrschaft Pfirt.
BH: Magnus Ludwig Carl Franz Graf von Froberg-Montjoie.
1744–
1747
Tobel. Kanton Thurgau (CH).
Johanniterkomturei. Neubau.
Die einfache Dreiflügelanlage wird 1807–1970 mit substanziellen Eingriffen als Strafanstalt genutzt. Neunutzung und äussere Wiederherstellung in Prüfung. Eidgenössische Landgrafschaft Thurgau. Herrschaft Tobel.
BH: Statthalter in Heitersheim
Komtur Johann Ignaz Wilhelm von Gymnich.[6]
1744–
1750
Hitzkirch. Kanton Luzern (CH).
Kommende des Deutschen Ordens. Neubau von Süd- und Nordflügel sowie 1. Etappe Westflügel. Neubau Marstall und Remisengebäude als Ostflügel.
Heute Polizeischule.
Akkordsumme: 11 960 Gulden. Vollendung Westflügel durch Franz Anton Bagnato 1786. 1902 Abbruch Marstall und Neubau Ostflügel. 1868–2005 Lehrerseminar. Eidgenössischer Stand Luzern.
BH: Deutscher Orden. Hochmeister Clemens August von Bayern in Köln und Landkomtur Freiherr von Froberg.
1744–
1754
Buchau. Heute Bad Buchau.
Kreis Biberach.
Baden-Württemberg (D). Freiadeliges Damenstift. Neubauten Konvent und Umbauten.
1743 Planung. 1744–1747 Neubau von Fürstenbau (Akkord 8800 Gulden). 1748 Neubau Kanzlei. 1750 Umbau Torhaus. Fürststift Buchau.
BH: Fürstäbtissin Gräfin von Königsegg-Rothenfels.
1745–
1753
Klingnau. Kanton Aargau (CH). Propstei von St. Blasien. Neubau. Heute Schule und Gemeindeverwaltung von Klingnau. Akkord 7500 Gulden. Das Gebäude dient 1875–1901 als Schuhfabrik, dann als Schule, deshalb nur aussen erhalten. Wappen Abt Meinrad Troger (1749–1769). Eidgenössische Vogtei Baden.
BH: Abtei St. Blasien. Abt Franz II. Schächtelin (1727–1747)
1746–
1749
Rorschach. Kanton St. Gallen (CH).
Kornhaus der Abtei St. Gallen. Neubau.
Akkord, beschränkt auf reinen Arbeitsaufwand, 7500 Gulden. Gesamtkosten 35 480 Gulden. 1750 erstellt Bagnato auch das Projekt für den Neubau der Stiftskirche St. Gallen. Fürstabtei St. Gallen.
BH: Fürstabt OSB Coelestin Gugger von Staudach.
1746 Herten bei Rheinfelden. Kreis Lörrach. Baden-Württemberg (D).
Pfarrhaus. Neubau.
Das Haus Hauptstrasse 33 ist, völlig umgebaut, heute Gemeindeverwaltung. Deutscher Orden.
BH: Landkomtur Freiherr von Froberg.
1746–
1756
Beuggen. Kreis Lörrach.
Baden-Württemberg (D). Kommende des Deutschen Ordens. Umbauten.
1746: Nebengebäude (nicht erhalten).
1752: Wohntrakt. Umbau.
Deutscher Orden.
BH: Komtur Graf von Königsegg-Rothenfels.
1747–
1748
Oberdorf bei Dingelsdorf.
Kreis Konstanz.
Baden-Württemberg (D). Heiligkreuz-Kapelle. Neubau.
Wallfahrtskapelle aus privaten Mitteln finanziert. Stuck: Pozzi. Fresken: Appiani. Deutscher Orden.
BH: Pfarrgemeinde Dingelsdorf.
1747–
1750
Bischofszell. Kanton Thurgau (CH).
Rathaus. Neubau.
Der Obervogt ist Auftraggeber. Der Stadtrat ist Akkord-Vertragspartner. Generalakkord 3300 Gulden. Stuck von Pozzi. Hochstift Konstanz.
BH: Obervogt Rüplin von Kefikon auf Pflanzberg und Stadtrat von Bischofszell.
1747–
1757
Obermarchtal. Alb-Donau-Kreis. Baden-Württemberg (D). Prämonstratenser-Reichsabtei. Neubau Nordflügel Ost 1747–1749.
Neubau Pfisterei 1749–1751.
Neubau Ostflügel 1749–1754.
Gartenanlage 1755–1757.
Siehe dazu den Werkbeschrieb.
Grösster Auftrag an Bagnato. Akkordsumme 26 789 Gulden. Ausführung entsprechend der Konzeptplanung von Michael Thumb 1683.
Stuck: Pozzi. Fresken: Appiani.
Reichsabtei Obermarchtal.
BH: Abt OSB Edmund II. Sartor.
1748–
1751
Lindau. Bayern (D).
Stiftskirche Mariä Himmelfahrt. Neubau.
Heute: Münster Unserer Lieben Frau.
Neubau innerhalb alter Mauern. Generalakkord 14 000 Gulden. Stuck Pozzi. Fresken Appiani. Nach Brand 1928 rekonstruiert. Nach Deckeneinsturz 1987 erneute Rekonstruktion. Reichsstadt Lindau.
BH: Freiadeliges Damenstift.
Fürstäbtissin Theresia Wilhelmina von Polheim.
1748–
1753
Altshausen. Kreis Ravensburg.
Baden-Württemberg (D). Deutschordens-Landkommende. Ordenskirche St. Michael. Umbau.
Siehe dazu den Werkbeschrieb.
Umbau Langhaus. Stuck Pozzi. Fresken Appiani.
Der Chor wird 1763–1767 durch Franz Anton Bagnato barockisiert.
Deutscher Orden.
BH: Landkomtur Philipp Joseph Anton Eusebius Freiherr von Froberg.
1749 Waldshut.
Baden-Württemberg (D).
Pfarrhaus. Umbau. Projekt und Bauüberwachung.
Ausführung durch einheimische Maurermeister. Vorderösterreich.
BH: Abtei St. Blasien.
Abt OSB Meinrad Troger.
1749–
1750
Klingnau. Kanton Aargau (CH).
Schaffnerei der Johanniter-Kommende Leuggern. Umbauten.
Die Anlage mit Johanniterkirche wird 1810 profanisiert. Von der Schaffnerei sind nur Relikte vorhanden. (1894–1930 Armenerziehungsanstalt). Eidgenössische Vogtei Baden.
BH: Statthalter in Heitersheim Johann Ignaz Wilhelm von Gymnich.
1749–
1750
Krozingen. Kreis Breisgau-Hochschwarzwald.
Baden–Württemberg (D).
Propstei der Abtei St. Blasien. Umbau.
Heute Schloss Bad Krozingen.
Das Prioratsgebäude wird aussen im 19. Jahrhundert im Trauf- und Dachbereich verändert. Vorderösterreich.
BH: Abtei St. Blasien. Propst Pater Marquard Herrgott.
1749–
1751
Oberhausen-Rheinhausen.
Kreis Karlsruhe.
Baden-Württemberg (D). Pfarrhaus.
In der Aussenerscheinung vereinfacht erhalten. Vorderösterreich.
BH: Landkomtur Freiherr von Froberg.
1749–
1752
Heitersheim. Kreis Breisgau-Hochschwarzwald.
Baden-Württemberg (D).
Johanniter-Grosspriorat. Neubau Kanzleibau und Umbau Torturm.
Bauherr an Ort ist Johann Ignaz Wilhelm von Gymnich, «Statthalter des Grosspriors, Prior von Dacien, Kommandeur zu Mainz und Leuggern». Herrschaft Heitersheim.
BH: Grossprior Philipp Wilhelm von Nesselrode und Reichenstein.
1750 Datthausen. Alb-Donau-Kreis.
Baden-Württemberg (D).
Zehntenscheune. Neubau.
Akkord 665 Gulden. Gebäude ist stark umgebaut erhalten. Reichsabtei Obermarchtal.
Abt OSB Edmund II. Sartor.
1750 Dieterskirch. Kreis Biberach.
Baden-Württemberg (D).
Pfarr- und Zehntenscheune. Neubau.
Akkordübernahme für 1010 Gulden. Das Gebäude ist erhalten. Reichsabtei Obermarchtal.
BH: Abt OSB Edmund II. Sartor.
1750–
1753
Salem. Bodenseekreis.
Baden-Württemberg (D).
Stiftskirche. Chorumbau.
Siehe dazu den Werkbeschrieb
.
Bagnato verlängert den gotischen Chor geschickt und einfühlend. Es ist kein Bruch sichtbar. Reichsabtei Salem:
BH: Abt OCist Anselm II Schwab.
1750–
1757
St. Blasien. Kreis Waldshut. Baden-Württemberg (D).
Benediktinerabtei. Neubauten von Pfisterei und Mühle, Doktorhaus. Torhaus, Kanzlei.
Siehe dazu den Werkbeschrieb.
Das Kanzleigebäude und das Torhaus werden bis 1767 von Salzmann fertiggestellt.
Vorderösterreich.
Herrschaft St. Blasien.
BH: Abt OSB Meinrad Troger.
1751–
1752
Altkirch. Haut-Rhin. Elsass (F).
Jesuitenniederlassung Saint Morand.
Neubau Konventgebäude.
Nach 1774 Prieuré, seit 1828 Spital.
Ausführung durch Bagnato begonnen, durch den Conseil Souverain aber einheimischen Unternehmern übertragen. Fresken von Appiani in Hauskapelle (1768, heute zerstört) nach Fues 1863.[7] Königreich Frankreich.
BH: Jesuitenkolleg Freiburg im Breisgau.
1752 Ravensburg.
Baden–Württemberg (D).
Veitsburg. Festsaalgebäude.
Anbau und Umbau.
Das «Bagnato-Schlössle» wird 1884 umgebaut und erhält Aussichtsturm. Reichsstadt Ravensburg.
BH: Stadt Ravensburg.
1752 Ravensburg.
Baden–Württemberg (D).
Wohnhaus Marktgasse 20.
Haus Ortlieb-Bagnato, heute weitgehend verändert. Reichsstadt Ravensburg.
BH: Familie Ortlieb-Bagnato.
1752–
1753
Illerrieden. Alb-Donau-Kreis. Baden-Württemberg (D).
Umbau Pfarrkirche St. Agatha und Neubau Pfarrhaus.
Langhaus der Kirche wird 1890 umgebaut und das einfache Pfarrhaus unsensibel modernisiert. Deutscher Orden.
BH: Landkomtur Freiherr von Froberg.
1752–
1754
Obernheim. Zollernalbkreis. Baden-Württemberg (D). Pfarrkirche St. Afra.
Akkordvertrag 5000 Gulden mit Pfarrer Buol, der sich finanziell übernimmt. 1923 als Querbau in eine neue grössere Kirche. Vorderösterreich. Herrschaft Kallenberg.
BH: Pfarrer Augustin Buol (Onkel der dritten Gattin!)
1753 Rast-Sauldorf. Kreis Sigmaringen.
Baden-Württemberg (D).
Pfarrhaus. Umbau.
Das einfache Zeltdachhaus ist heute umgebautes privates Wohnhaus. Deutscher Orden. Herrschaft Hohenfels.
BH: Landkomtur Altshausen.
1754–
1755
Merdingen. Kreis Breisgau-Hochschwarzwald.
Baden-Württemberg (D).
Pfarrhaus. Neubau.
Akkordvertrag mit  Komtur Freiherr von Breitenlandenberg. Wappenschild  Froberg und Breitenlandenberg über Eingang. Vorderösterreich.
BH: Landkomtur Philipp Joseph Anton Eusebius Freiherr von Froberg.
1754–
1756
Umiken. Kanton Aargau (CH).
Reformiertes Pfarrhaus. Neubau.
Gebäude 1963 restauriert. Eingang mit Wappen Komtur Willibald Rinck von Baldenstein und Statthalter Johann Ignaz Wilhelm von Gymnich.[8] Eidgenössische Herrschaft. Bernisches Amt Schenkenberg.
BH: Statthalter in Heitersheim
Komtur Johann Ignaz Wilhelm von Gymnich.
1754–
1756
Unterwachingen. Alb-Donau-Kreis. Baden-Württemberg (D). Pfarrkirche St. Cosmas und Damian. Neubau. Rokoko-Innenraum. Stuck Pozzi. Kanzel nach Entwurf Bagnatos mit Signatur. Reichsabtei Obermarchtal.
BH: Abt OSB Edmund II. Sartor.
1754–
1757
Eberbach bei Altshausen. Kreis Ravensburg.
Baden-Württemberg (D).
Pfarrkirche St. Michael. Neubau.
Einfache Dorfkirche. 1870 Umbau mit Entfernung der Feuchtmayer-Altäre. Fertigstellung durch Franz Anton Bagnato bis 1758. Deutscher Orden.
BH: Landkomtur Freiherr von Froberg.
1755–
1756
Salem. Bodenseekreis.
Baden-Württemberg (D).
Stiftskirche. Vierungsturm. Neubau.
Siehe dazu den Werkbeschrieb.
Die technische und architektonische Meisterleistung wird 1806 abgebrochen. Mitarbeit: Joseph Anton Feuchtmayer. Reichsabtei Salem:
BH: Abt OCist Anselm II Schwab.
1756
und
1757
Freiburg im Breisgau.
Baden-Württemberg (D).
Kapelle der Deutschordens-Komturei. Umbau. Fruchtschütte der Kommende an der Grünwälder Strasse 24. Neubau.
Komtur Beat Konrad Philipp Friedrich Freiherr Reutner zu Weyl ist 1756 Bauherr (Kapelle). Komturei und Fruchtschütte werden 1944 zerstört. Vorderösterreich
BH: Deutscher Orden. Landkomtur Philipp Joseph Anton Eusebius Freiherr von Froberg.
1756–
1757
Boms bei Altshausen.
Kreis Ravensburg.
Baden-Württemberg (D). Pfarrkirche St. Maria und Urban. Umbau.
Akkord 1100 Gulden. Der Bau wird 1882 zugunsten eines neugotischen Neubaus abgebrochen. Deutscher Orden.
BH: Landkomtur Freiherr von Froberg.
1756–
1758
Meistratzheim. Bas-Rhin.
Elsass (F).
Pfarrhaus und Ökonomiegebäude. Neubauten der Deutschordenskommende Andlau
Gebäudegruppe ist erhalten, aber in schlechtem Zustand.[9] Königreich Frankreich.
BH: Komtur Johann Baptist von Eptingen in Andlau und Landkomtur Freiherr von Froberg.

 

Nicht gesicherte Zuschreibungen an Johann Caspar Bagnato
Jahr Ort, Bauwerk Bewertung der Zuschreibung Herrschaft 18. Jh.
1743–
1754
Arlesheim. Kanton Basel-Land (CH).
Andlauerhof. Neubau. Planung.
Unsichere Zuschreibung. Keine Ausführung durch Bagnato. Hochstift Basel.
1750–
1751
Ehingen. Alb-Donau-Kreis.
(Baden-Württemberg (D).
Ständehaus. Neubau.
Unsichere, wahrscheinlich falsche Zuschreibung an Bagnato. Vorderösterreich.
1743–
1756 (um)
Liel bei Schliengen. Kreis Lörrach.
Baden–Württemberg (D).
Schloss Liel. Neubau.
Unsichere, wahrscheinlich falsche Zuschreibung an Bagnato. Hochstift Basel.
BH: Franz Benedikt Freiherr von Baden zu Liel.
1748–
1751
Porrentruy-Pruntrut. Kanton Jura (CH).
Hôtel de Gléresse.
Zuschreibung des Entwurfs, aber nicht der Ausführung an Bagnato ist vertretbar. Hochstift Basel.
BH: Hofrat Johann Friedrich Conrad von Ligerz.
1740–
1742
Wasenweiler. Kreis Breisgau-Hochschwarzwald.
Baden-Württemberg (D).
Schloss
Heute durch mehrfache Umbauten als Schulhaus und Wohnhaus nicht mehr als Bagnato-Bau erkennbar.
Entwurf wohl von Bagnato.
Deutscher Orden.
BH: Kommende Freiburg.
1748 Wehr. Kreis Waldshut.
Baden-Württemberg (D).
Neues Schloss. Neubau.
Heute Rathaus.
1825 Aufstockung. 1850 und 1893 Umbauten. Barocker Aspekt ist verschwunden. Ursprünglicher Bau wohl von Bagnato entworfen. Vorderösterreich.
BH: Fidel Joseph Franz Anton Freiherr von Schönau.

[5] Wahrscheinlich von Anselm Franz Freiherr von Ritter zu Groenesteyn, Hofkavalierarchitekt in Mainz.

[6] Freiherr Franz Anton von Schönau-Schwörstadt, der eigentliche Komtur von Tobel 1735–1748, verbringt praktisch die ganze Zeit seiner Regierung auf Malta und ist auch dort begraben. Sein Grabstein bezeichnet ihn als «BRANDENBVRGI BAIVLIVVS, / KLAINERTTLINGHEN, VILLINGHEN / AC TOBEL COMMEND(ATOR), / DVX PRÆTOR(IS) TRIREM(IS) / CLASS(IS) PRÆFECTVS / COMITE DE THVN / PRÆFECTVS MILITVM STATIONAR (IORVM) / PRÆF(ECTVS) ÆRARI», er ist also Vorsteher (Bailli) der Ballei Brandenburg, Komtur in Kleinerdlingen, Villingen und Tobel, Capitain der Hauptgaleere, Kommandant der Flotte, Kommandeur der Garnisonstruppen mit Graf Thun und Schatzmeister des Ordens.

[7] Nach Fues: Der heilige Morand. Altkirch 1863.
Für die Baudoku siehe: Inventar Elsass / Prieure-Saint-Morand (französisch).

 

  Johann Caspar Bagnato (1696–1757)  
  Biografische Daten        
  Geburtsdatum Geburtsort     Land  
  13. September 1696 Landau     Rheinland-Pfalz D  
    Land 18.Jh.     Bistum 18.Jh.  
    Königreich Frankreich     Speyer  
  Sterbedatum Sterbeort     Land  
  15. Juni 1757 Insel Mainau     Baden-Württemberg D  
    Land 18. Jh.     Bistum 18. Jh.  
    Deutscher Orden     Konstanz  
  Kurzbiografie        
  Johann Caspar Bagnato prägt als Ordensbaumeister während 30 Jahren die Baukunst des Deutschen Ordens in der Ballei Elsass-Burgund, die das Elsass, die Schweiz und Schwaben umfasst. Auf seine Dienste greifen auch die Malteserritter und die Hochstifte Basel und Konstanz zurück. Auch adelige Damenstifte und Klöster wie St. Gallen oder Obermarchtal schätzen seine Leistungen als Architekt und ausführender Unternehmer. Er übernimmt wie die Vorarlberger Baumeister die Bauten im Generalakkord auf eigenes Risiko und unterscheidet sich damit grundlegend von den gleichzeitig wirkenden Kavaliers- und Hofarchitekten. Fast immer arbeitet er mit den Stuckateuren Pozzi, aber auch mit dem Bildhauer Feuchtmayer und den Malern Spiegler und Appiani zusammen.     Bagnato  
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